Jean-Marc Ceci: „Herr Origami“

Buchkritik

„Herr Origami“ heißt das poetische Buch von Jean-Marc Ceci. Doch der Japaner, der einst seiner großen Liebe nach Italien nachreiste, sie aber nicht fand, und mittlerweile in der Toskana lebt, heißt nicht Origami, auch wenn ihn die Dorfbewohner so nennen, sondern Meister Kurogiku.

von Britta Helmbold

09.12.2017, 08:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jean-Marc Ceci: „Herr Origami“

Und ein Meister ist er in der japanischen Origami-Kunst. Drei Setzlinge hatte er einst mit nach Europa gebracht. Aus diesen Maulbeerbäumen bzw. aus den Ästen macht er das Washi, das traditionelle Papier zum Falten der Origami. So lernt der Leser einiges über dieses japanische Kunsthandwerk. Eines Tages bittet ein ebenso kauziger Typ, ein Uhrenmacher, um Asyl, und es kommt etwas Leben in die kleine Geschichte, die großzügig layoutet ist.

Jean-Marc Ceci: Herr Origami, 157 S., Hoffmann und Campe, 18 Euro, ISBN 978-3-455-00151-8.