Johan Bargum: „Nachsommer“

Buchkritik

In diesem Spätsommer stirbt nicht nur die Mutter der ungleichen Brüder Olof und Carl, sondern auch Familiengeheimnisse werden aufgedeckt in Johan Bargums kleinem Roman „Nachsommer“.

von Britta Helmbold

15.02.2018, 10:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Johan Bargum: „Nachsommer“

Olof, der auch als nüchterner Ich-Erzähler fungiert, stand schon immer im Schatten seines zwei Jahre jüngeren Bruders. Carl fiel bei der Mama erst in Ungnade, als er mit seiner Frau Klara in die USA zog.

Zurück in der Heimat brechen die Rivalitäten zwischen den Geschwistern wieder auf. Das Familientreffen verläuft alles andere als friedlich.

Nerviges Kind


Zudem gibt es da auch noch den quirligen kleinen Sohn, der einen schon beim Lesen auf den Keks geht. Und dann erfährt der Leser noch von der Affäre, die Olof mit Klara kurz vor ihrer Auswanderung hatte. Ist ihr älterer Sohn also sein Kind?

Nette Lektüre mit einem überraschenden Ende.

Johan Bargum: Nachsommer, 142 S., mare, 18 Euro, ISBN 978-3-86648-260-9.