Paulus Hochgatterer: „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war2

Buchkritik

„Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“, ist eine Erzählung über Alltag, Angst und Sehnsucht im Zweiten Weltkrieg.

von Britta Helmbold

29.12.2017, 05:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Paulus Hochgatterer: „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war2

Einfühlsam berichtet Paulus Hochgatterer von einer Bauernfamilie, die ein 13-jähriges Mädchen mit „Bombenschaden“ aufgenommen hat. Sie fungiert meist als Ich-Erzählerin. Dazwischen geschoben sind kleine Geschichten mit unterschiedlichen Ausgängen, beispielsweise von einem Jungen, der im Fluss ertrank oder eben auch nicht.

Neben dem zurückhaltenden Mädchen beherbergt der Bauernhof einen weiteren Gast: einen Russen aus Kriegsgefangenschaft, der sich für Kunst, Suprematismus interessiert. Eine Kunstrichtung mit der die Nazis nichts anfangen können – das wird ihm zum Verhängnis.

Paulus Hochgatterer: Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war, 111 S., Deuticke, 18 Euro, ISBN 978-3-552-06349-5.