Peter Stamm: „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“

Buchkritik

Wiederholt sich alles nur immer wieder? Können wir unserem Schicksal entgehen? Diesen Fragen geht Peter Stamm in seinem schönen Roman mit dem poetischen Titel „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ nach.

von Britta Helmbold

01.02.2018, 01:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Peter Stamm: „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“

Christoph, ein Schriftsteller, dem nichts mehr einfällt, verabredet sich in Stockholm mit der viel jüngeren Lena, die seiner einstigen Geliebten nicht nur ähnlich sieht, sondern auch Schauspielerin ist. Er meint, ihre Geschichte zu kennen, weiß, was ihr bevorsteht.

Parallelen

Er beginnt, von seinem Leben zu erzählen – und Lena hört gebannt zu, erkennt Parallelen. Auch wenn sie ab und an einwirft, so sei es nicht bei ihr, ähneln sich die Lebensläufe auf beängstigende Weise.

Peter Stamm versteht es vortrefflich, aus dieser Begegnung ein Spiel der Vergangenheit mit der Gegenwart zu zaubern.

Peter Stamm: Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt, 156 S., S. Fischer, 20 Euro, ISBN 978-3-10-397258-7.