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Autobahnbaustelle auf der A45 startete ausgerechnet zum Ende des BVB-Spiels

mlzStau in Schwerte

Just als die Fußballfans sich zu Tausenden auf den Heimweg machten, verengte Straßen NRW die Autobahn A45 vor Hagen auf eine Spur. Auf die Bundesliga konnte keine Rücksicht genommen werden.

Ergste

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Erst überall Warnblinker, dann flammten die roten Bremslichter quer über alle Fahrstreifen der A45 in Richtung Frankfurt auf: Kaum war die Autobahn A45 am Samstagabend ab 18 Uhr wegen einer Brückenbaustelle in Hagen auf eine Spur verengt, das staute sich der Verkehr schon bis zur Autobahnauffahrt in Ergste zurück. Mittendrin viele Fußballfans, die sich nach dem Abpfiff des Heimspiels von Borussia Dortmund gerade auf den Heimweg gemacht hatten. Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Hoffenheim hatten sie zu Zehntausenden den Parkplatz am Signal-Iduna-Park in Richtung Autobahn verlassen. Wer es noch schaffte, bog vorsorglich an der Ausfahrt in Ergste gleich wieder ab. Denn der Verkehrsfunk im Autoradio meldete rasch eine Wartezeit von 45 Minuten. Der Stau hatte sich auf sieben Kilometer Länge ausgedehnt.

Warum ausgerechnet die Sperrung zum Ende des Spiels?

Viele fragten sich: Warum hat der ausführende Landesbetrieb Straßen NRW den Baustellenbeginn ausgerechnet mit der Rückreisewelle vom BVB zusammengelegt? „Es war Gefahr im Verzuge“, erklärt Projektleiter Michael Neumann (Niederlassung Südwestfalen). An den Übergängen zu einer Behelfsbrücke, die über die Sudfeldstraße in Hagen führt, seien defekte Elemente festgestellt worden: „Da müssen wir schnell handeln.“ Denn ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich Klappen lösen und Metallteile in die Fahrbahn reichen könnten. „Da konnten wir leider keine Rücksicht auf Fußballspiele nehmen in diesem Fall“, sagt Neumann.

Beton brauchte zum Härten bis zu acht Stunden Zeit

Die beschädigten Teile sollen eigentlich dafür sorgen, die Längen-Ausdehnung beziehungsweise das Zusammenziehen des Brückenüberbaus bei Temperaturänderungen auszugleichen. Sie sind laut Neumann sehr verschleißempfindlich und stehen deswegen ständig unter Beobachtung. Die Reparatur konnte am Wochenende wie geplant erledigt werden. Dass die Fahrspur-Sperrung nach dem Abzug der Arbeiter-Kolonne noch andauerte, hatte einen besonderen Grund: „Der spezielle Vergussbeton braucht sechs, sieben, acht Stunden Zeit zum Aushärten. Dann drauf kein Fahrzeug darüber fahren.“ Ein Zelt schützte ihn außerdem vor Regen.

Provisorische Brücke ist nur angemietet

Die betroffene Brücke Sudfeldstraße wird übrigens wieder verschwinden, sobald die Lennetalbrücke fertig gebaut ist. Die provisorische Konstruktion ist vom Landesbetrieb Straßen NRW nur angemietet, um ein Nadelöhr wegen der Bauarbeiten am Lennetal zu beseitigen. Sie verbreitert vorübergehend die Autobahn vor dem Kreuz Hagen, damit der Verkehr in die Nachbarstadt ungehindert abfließen kann.

Fußballfans können aber auch schon vorher beruhigt sein. „Bei größeren Aktionen werden Reisezeiten und Bundesligaspiele berücksichtigt“, sagt Projektleiter Neumann. Dann sollen die Arbeiten nicht einsetzen, wenn gerade eine große Fahrzeugwelle anrollt.

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