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BVB-Damen bei Aufsteiger TSG Ketsch gefordert

Kein Vergnügungsspiel

Auf die schlechte folgte die gute Nachricht: Nach dem diagnostizierten Saison-Aus für Kreisläuferin Miriam Schlierkamp (u.a. Kreuzbandriss) brachte Team-Kapitän Julia Wolf am Montagnachmittag eine Tochter zur Welt. „Total niedlich“, sagte Trainerin Alice Vogler nach ihrem Besuch im Krankenhaus. Doch nun gilt die Konzentration wieder dem Liga-Betrieb. Am Samstag geht‘s zu Aufsteiger TSG Ketsch.

DORTMUND

von Von Tobias Nordmann

, 04.11.2011
BVB-Damen bei Aufsteiger TSG Ketsch gefordert

Hinter dem Einsatz von Esther Meyfarth gegen Aufsteiger TSG Ketsch steht ein Fragezeichen. Sie ist erkältet.

Die deutliche 26:37-Niederlage in der Liga gegen den weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer Weibern ist verarbeitet. Der lockere Pokalsieg am vergangenen Wochenende gegen Menden-Lendringsen hat neues Selbstvertrauen für die Auswärtsaufgabe bei den Badenern (Anwurf 19.30 Uhr) gegeben.

Das Team aus der Nähe von Heidelberg hat nach sieben Spieltagen erst einen Sieg und ein Remis auf der positiven Seite des Punktekontos. Für BVB-Trainerin ist dies allerdings kein klares Indiz für eine nur zu erfüllende Pflichtaufgabe. „Auswärtsspiele haben nie den Stempel Pflichtsieg.“ Aber dennoch treten die Dortmunderinnen die rund 300 Kilometer lange Reise in den Süden nicht an, um dort ein vergnügliches Spielchen zu veranstalten. Es geht um wichtige Liga-Punkte, und davon wollen sich die BVB-Damen am späten Samstagabend am liebsten zwei in die Sporttaschen stecken.

Das dies aber nicht einfach wird, wird die Trainerin ihren Damen mit auf den Weg geben. Denn der Aufsteiger müsse sich laut Vogler zwar noch ein wenig an die härtere Gangart in Liga zwei gewöhnen, aber die bisherigen Ergebnisse haben die Konkurrenz durchaus aufmerksam werden lassen. „Bei den Niederlagen waren keine Extrem-Ergebnisse dabei.“ So unterlag das Team beim Tabellenzweiten TV Nellingen zum Saisonauftakt nur knapp mit 24:25, und gegen Liga-Dominator TuS Weibern stand die TSG bei der 22:24-Niederlage kurz vor einer faustdicken Überraschung – ganz anders als der BVB!

Das Spiel des Aufsteigers zeichnet sich vor allem durch Variabilität aus. „Die haben beispielsweise keine Wurfmaschinen aus dem Rückraum“, hat Vogler analysiert. „Die Mannschaft kommt eher über ihr schnelles und technisches sauberes Spiel.“ Grundlage dafür ist eine sehr offensive und bissige 6-0-Deckung. Leichte Ballverluste gilt es unbedingt zu vermeiden. Doch eigentlich will sich die BVB-Trainerin gar nicht am Gegner orientieren. „Wir wollen unser Spiel durchziehen, dafür nehme ich jede Spielerin in die Pflicht.“ Nach der gemeinsam verbockten Klatsche gegen Weibern soll nun gemeinsam gegen Ketsch gewonnen werden.

Fehlen werden Stephanie Glathe, Julia Wolf, Miriam Schlierkamp und Stella Kramer. Esther Meyfarth (Erkältung) ist fraglich. Dafür rückt die A-Jugendliche Jana Püntmann, wie im Pokalspiel, erneut in den Kader der Zweitliga-Mannschaft.