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Endlich Spitzenreiter

DORTMUND Mission erfüllt: Mit einem klaren und ungefährdeten 34:25-Erfolg beim HSC Magdeburg 2000 übernahmen Borussia Dortmunds Handballerinnen gestern wie geplant die Tabellenführung. Erstmals seit dem zweiten Spieltag.

von Von Thomas Rellmann

, 09.12.2007
Endlich Spitzenreiter

Svenja Spriestersbach traf zehn Mal.

Die Tatsache, dass der BVB die gesamte Konkurrenz jetzt wieder von oben betrachtet, war für Thomas Happe allerdings noch kein Grund für Jubelstürme. Dann schon eher die Art und Weise, mit der seine dezimierte Truppe den Play-Off-Kandidaten in die Schranken wies. „Richtig gut“, so der Coach, habe ihm der Auftritt gefallen. Die Schwarzgelben hatten sich vorgenommen, den Rivalen permanent unter Druck zu setzen – und exakt das taten sie auch von Beginn an.

Früher Grundstein

Den Grundstein zum Sieg beim Tabellenfünften legten die BVB-Frauen schon früh. Mit 5:2 (7. Minute) und 10:5 (12.) setzte sich der Bundesliga-Absteiger schnell vom Gegner ab uns hielt ihn in der Folge konstant auf Distanz und vergrößerte diese sogar leicht. Nur einmal drohte der sichere Vorsprung zu schmilzen. Als Yvonne Sachse 13 Minuten vor Schluss auf 22:26 verkürzte, zog der BVB kurzzeitig das Tempo an.

Die Oranje-Fraktion, bestehend aus Irina Pusic, Miranda Robben und Kim Abdoelhafiezkhan, setzte drei Treffer binnen 120 Sekunden zum beruhigenden 29:22 – es war die Entscheidung in einer Partie, die auch dank der quirligen und variablen Magdeburger stets munter war. Abdoelhafiezkhan, die am Kreis wieder einmal glänzte, indem sie Siebenmeter und Zeitstrafen heraus holte, mit einem Doppelpack und Steffi Glathe schraubten das Resultat in den letzten zwei Minuten noch in die Höhe.

Mal was probieren

Die frühe deutliche Führung ermöglichte es derweil Happe, einige Varianten in Offensive und Defensive zu testen. Weil der HSC es teilweise gleich mit doppelter Manndeckung versuchte (gegen Svenja Spriestersbach und Manuela Fiedel), waren die Nebenleute umso mehr gefragt. Etwa Irina Pusic oder Zuzana Porvaznikova, die zwar ohne Torerfolg blieb, aber viele Räume für die Mitspielerinnen schuf und diese immer wieder einsetzte.

In der Abwehr ließ Happe nach anfänglichem 3:2:1 mit in der zweiten Hälfte mit „verschobener Spitze“ verteidigen. „Das sind Dinge, die wir im Training leider kaum üben können, bei all den Verletzten. Deshalb müssen wir es eben im Spiel versuchen“, so Happe lapidar. Wohl dem, der seine Probleme derart spielend lösen kann.  BVB: Tienstra, Titze - Pusic (6), Porvaznikova, Spriestersbach (10), Abdoelhafiezkhan (5/1), Robben (7), Barz, Glathe (3), Fiedel (3/1)