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Keine Gala in Oyten

DORTMUND Gerne hätten sie ihn gelandet. Den klaren Sieg, der helfen sollte, wieder in die rechte Spur zu finden. Es war ja das abgeschlagene Schlusslicht, das da auf die BVB-Frauen, den Spitzenreiter der 2. Bundesliga Nord, wartete.

von Von Thomas Rellmann

, 02.03.2008
Keine Gala in Oyten

Manuela Fiedel traf sechs Mal in Oyten.

Und dann diese Anfangsviertelstunde! Der Underdog, der designierte Absteiger TV Oyten lag gegen den BVB, nach seinem Selbstverständnis ein Erstligist, mit 6:1 (12.) und 7:2 (15.) vorne – ehe sich Dortmund vor allem im Abschluss endlich zusammenriss. Am Ende standen doch die beiden Punkte auf der Dortmunder Habenseite.

24:19 (14:10) hieß das Resultat, wahrlich kein Ruhmesblatt. Doch Thomas Happe hielt diesmal schützend die Hand übers Team. „Man merkt es ganz klar, der Kopf ist nicht frei. Kämpferisch überhaupt kein Vorwurf.“ Was des Trainers These belegt: Insgesamt vergaben die BVB-Frauen 18 Hundertprozentige! So kommt dem Betrachter dieses Ergebnis mager vor, selbst wenn man sich vor Augen führt, dass mit Zuzana Porvaznikova und Irina Pusic zwei Rückraumgrößen nicht mit von der Partie waren. Steffi Glathe (vier Tore) schlüpfte stattdessen in die halbrechte Rolle.

Zwischenspurt

Vor allem dem Zwischenspurt vor dem Seitenwechsel verdankten es die BVB-Frauen, dass sie sich im zweiten Durchgang keine Sorgen mehr machen mussten. Aus einem 2:7 machten sie ein 12:9 (27.). Trotzdem blieb der Neuling, der bislang erst vier Punkte geholt hat, immer mit drei oder vier Toren auf Schlagdistanz zum BVB blieb. Gründe dafür, dass die Differenz zwischen Platz eins und 13 diesmal nicht derart offenkundig wie im Hinspiel (38:18) ausgetragen wurde, lassen sich nicht nur im mentalen Bereich und daraus resultierend beim Torwurf finden. Auch der physische Rückstand, den etwa Kim Abdoelhafiezkhan oder Miranda Robben nach ihrer Genesung noch besitzen, lässt sich aktuell kaum ausgleichen.

„Richtig spritzig waren wir nicht. Zurzeit müssen wir eben alles erzwingen“, bemängelte Happe. „Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass wir hier verlieren könnten.“ Immerhin: Einen kleinen Schritt nach vorn hat der BVB in Oyten nach vielen Rückschlägen der letzten Wochen gemacht. Einen Fünf-Tore-Rückstand in einen Fünf-Tore-Sieg zu verwandeln, zeugt zumindest von ausgeprägter Willensstärke.  BVB: Tienstra, Titze - Spriestersbach (6), Lickfeld, Abdoelhafiezkhan (1), Robben (3), Barz (1), Lütz (3), Glathe (4), Köhler, Fiedel (6/2)