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Liegt die BVB-Zukunft im ungeliebten Süden?

Staffelwechsel droht

DORTMUND Am Montag haben Borussia Dortmunds Handball-Frauen die erste Vorbereitungsphase auf die neue Saison eingeläutet. In der drohen dem BVB eine neue Umgebung und unbekannte Gegner. Derzeit sieht es so aus, als würde Dortmund in die 2. Liga Süd eingruppiert.

von Von Dirk Krampe

, 20.04.2010
Liegt die BVB-Zukunft im ungeliebten Süden?

Gesine Paulus hat sich gegen den BVB entschieden.

Denn für die Südgruppe gibt es das wahrscheinliche Szenario, dass gleich drei Staffelplätze frei werden. In den Aufstiegs-Playoffs zur Bundesliga haben sich nach den Hinspielen im Halbfinale drei der vier Südklubs (TV Nellingen, HSG Bensheim-Auerbach, SG Bietigheim) mit Siegen eine gute Ausgangsposition verschafft. Dass zwei Süd-Vertreter aufsteigen, kann allein wohl die SG Handball Rosengarten aus Niedersachsen verhindern. Im Keller der 2. Liga Süd muss dazu der TV Beyeröhde in die Regionalliga absteigen – ausgerechnet jener Klub, der als nördlichster Süd-Vertreter immer ein Puffer zwischen dem BVB und einer drohenden Eingruppierung in den Süden war. Dazu kommt, dass BVB-Mitabsteiger Celle kein Kandidat für den Zweitliga-Süden ist.

Für den BVB könnte es damit in der kommenden Saison ein Wiedersehen mit der nach Bad Wildungen wechselnden Annika Busch und vielen anderen Erstliga-Spielerinnen geben. Dass im Süden kräftig aufgerüstet wird, ist ein offenes Geheimnis. Trainer Gustl Wilke sieht dieser Problematik noch mit Gelassenheit entgegen – ihn beschäftigt derzeit ausschließlich die stockende Personalplanung, Dringlichste Personalie ist die der Torfrau Magdalena Chemicz (36), der der BVB ein Angebot unterbreitet hat (wir berichteten). Für den Ehemann der Polin liegt inzwischen die Arbeitserlaubnis vor, in der kommenden Woche soll sich klären, ob der BVB ihm eine Arbeitsstelle besorgen kann. „Wir müssen jetzt Nägel mit Köpfen machen“, fordert Wilke. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Auch Göppingen will die Polin verpflichten.

Derweil hat sich Gesine Paulus gegen das BVB-Angebot entschieden – sie erwägt eine Auszeit vom Handball, ist aber auch eine Kandidatin bei den Trierer Miezen, wo der Ex-Dortmunder Thomas Happe einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieben hat. Eine seiner ersten Neuzugänge kommt ebenfalls aus Dortmund: Kreisläuferin Tessa Cocx wird künftig an der Mosel Handball spielen.  Auch Eigengewächs Marieke Köhler wird nicht mehr das BVB-Trikot tragen. „Ein Tapetenwechsel ist für Mieke der richtige Weg, sie braucht regelmäßige Spielpraxis“, sagt Abteilungsleiter Andreas Heiermann. Er sieht die Planungen „im grünen Bereich. Es gibt parallel viele Gespräche, in der kommenden Woche wollen wir Vollzug melden.“