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Mini-Kader winkt endlich der Sprung an die Spitze

DORTMUND Ganz Handball-Deutschland blickt in diesen Tagen nach Frankreich, wo sich die DHB-Frauen bei der WM mit vier Siegen in den Kreis der Top-Favoriten gespielt haben.

von Von Thomas Rellmann

, 07.12.2007
Mini-Kader winkt endlich der Sprung an die Spitze

Zuzana Porvaznikova - Augen zu und durch.

Borussia Dortmunds Trainer Thomas Happe gehört – wie seine gesamte Mannschaft – selbstredend zu den interessierten Beobachtern. Sofern keine Trainingseinheit anliegt. Ungeachtet der Euphorie, die das Emrich-Team ausgelöst hat, steht im Bundesliga-Unterhaus ein ganz normaler Spieltag an.

Keine WM-Abstellungen

Der BVB kann sogar von Glück reden, dass sich etwa die Niederlande oder die Slowakei nicht für die WM qualifiziert haben – ansonsten stünde die personell ohnehin dezimierte Truppe auch noch ohne Miranda Robben, Kim Abdoelhafiezkhan oder Zuzana Porvaznikova da. Die beiden Oranje-Talente weilten allerdings in der vergangenen Woche bei einem Turnier in Dänemark und werden erst am Samstag kurz vor der Abreise zum Auswärtsspiel beim HSC Magdeburg 2000 (Sonntag, 16 Uhr) zurück erwartet.

„Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wenn meine Mädels unterwegs sind“, sagt Happe, der im Training mittlerweile Schwierigkeiten hat, zumal Marieke Köhler ein Magen-Darm-Virus außer Gefecht setzt. Ohne sie bleiben dem Coach für die Partie beim Tabellenfünften gerade acht Feldspielerinnen.

Wehklagen wäre dennoch der falsche Reflex. Denn mit einem Sieg im Osten wären die Schwarzgelben endlich auch brutto Spitzenreiter. Der bisherige Primus, der SV Garßen-Celle, hat spielfrei. „Das ist das Ziel“, sagt Happe klipp und klar und blickt schon einen Schritt weiter. „Jetzt kommt ein ganz wichtiger Monat. Wir treffen auf die Mitfavoriten. Zu denen zähle ich auch Magdeburg, weshalb wir schon einen Tag eher anreisen.“

6:0 oder 3:2:1?

Die „Barleber Bandits“, wie sich die Gastgeber nennen, verfügen über ein ausgeglichenes Team, das über alle Positionen Torgefahr entwickelt. „Sie sind beweglich, variabel, die Deckung ist gefordert“, so Happe, der noch überlegt, ob er im 3:2:1 oder 6:0 verteidigen lässt. „So oder so werden wir deren Angriff Probleme bereiten.“ Und ums eigene Offensivspiel musste er sich zuletzt ohnehin keine Sorgen machen.