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Plötzlich stockte der Motor

DORTMUND Sowas muss doch jedem Trainer gefallen: Am Freitag hatte Thomas Happe noch deutlich gewarnt: „Wismars Spiel steht und fällt mit Liudmila Yermachek. Die müssen wir im Verbund ausschalten.“ Gesagt, getan.

von Von Thomas Rellmann

, 14.10.2007
Plötzlich stockte der Motor

Die vorentscheidende Szene: Eva-Maria Kollecker lässt Friederieke Lütz über die Klinge springen – „Rot“.

Die Russin aus der Rückraummitte konnte weder wie gewohnt ihre Mitspielerinnen in Szene setzen noch selbst zum Abschluss kommen. Zu aggressiv und bestens harmonisiert trat der BVB-Block in weiten Teilen auf. Vier Tore, davon drei vom Siebenmeterpunkt – Yermacheks Tagesprotokoll liest sich relativ mau.

Schon zu Beginn des Spiels war es ziemlich ruhig um 31-Jährige. Der BVB, der in der Anfangsviertelstunde nur drei Gegentreffer zuließ und schnell mit 3:0, später 8:2, führte, hatte sich offenbar einiges vorgenommen. Dabei standen beim Anpfiff weder Svenja Spriestersbach noch Irina Pusic auf dem Parkett. Beide erhielten später vermehrt Anteile, ihnen, besonders Pusic, war aber anzumerken, dass es nach den langen Verletzungspausen noch Nachholbedarf in puncto Fitness und Abstimmung gibt. „Es lief auch ohne sie ganz gut, das stimmt mich optimistisch“, meinte Happe. Mit dieser Aussage kann er aber nicht die Phase zwischen der 14. Minute und der Halbzeit gemeint haben. Denn nach dem 8:2 und einer Auszeit von TSG-Coach Lutz Gau stockte der BVB-Motor gewaltig.

Der Druck fehlt

„Wir haben plötzlich überhaupt keinen Druck mehr im Angriff entwickelt“, so Happe. Viele vergebene Chancen, speziell beim Kontern, prägten nun das Bild. Und die Gäste von der Küste holten Tor um Tor auf. Sogar Torhüterin Marina Bratenkova steuerte mit der Pausensirene einen Treffer zum 16:14 bei. „In dieser Phase hat uns Wismar alles abverlangt“, gab Happe hinterher zu Protokoll.

Immerhin schaffte es Dortmund, den Schalter wieder umzulegen. Am Ende gab wohl vor allem die bessere Physis den klaren Ausschlag pro Borussia. Aber auch auf Einzellob mochte Happe nicht verzichten: „Miranda Robben hat super gearbeitet, Steffi Glathe hat hervorragend gedeckt.“ Kämpferisch wollte und konnte er ohnehin niemandem einen Vorwurf unterbreiten.  Die Drittrundenpartie im DHB-Pokal zwischen dem PSV Rostock und dem BVB wird am Samstag, 3. November, um 15.30 Uhr ausgetragen.