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Stotternder Express

DORTMUND Souverän sieht anders aus. Dennoch: Borussia Dortmunds Zweitliga-Frauen verteidigten die Tabellenführung der 2. Handball-Bundesliga Nord durch ein letztlich klares 35:27 (17:14) im Ruhrgebiets-Derby über den PSV Recklinghausen erfolgreich.

von Von Peter Ludewig

, 16.12.2007
Stotternder Express

Irina Pusic (r.) überzeugte durch ihre individuelle Klasse.

Die 800 Besucher hatten es sich in Wellinghofen kaum bequem gemacht, da rauschte der schwarzgelbe Borussen-Express auch schon über den Reviernachbarn hinweg. Happes Sieben legte blitzschnell ein 4:1 vor.

Dem BVB-Anhang eröffnete sich die Hoffnung auf ein kleines Handballfest. Die allerdings konnte er sich dann aber auch ebenso schnell wieder von der Backe putzen. Der Gast spielte Spielverderber. In der Defensive mit 5:1-Ausrichtung rustikal, bisweilen grenzwertig, nahm Recklinghausen dem Angriff der Gastgeberinnen mehr und mehr den Schwung, streute Sand ins Getriebe. Taugliche spielerische Lösungsmöglichkeiten fand der Spitzenreiter nur selten.

Glathe auf der Kippe

Individuelles Vermögen, allen voran von Irina Pusic und Kim Abdoelhafiezkhan, vereitelte Flurschaden. Selbst hinkte die Borussia in ihren Abwehrbemühungen den eigenen Ansprüchen erst einmal kräftig hinterher. Die anfangs gewählte offensive 3:2:1-Formation griff nicht wirklich. Nach der Umstellung auf die 6:0-Variante warf zu große Passivität Probleme auf.

Zu allem Überfluss sah Stephanie Glathe auch schon in der 20. Minute ihre zweite Zeitstrafe, stand auf der Kippe. Happe ging Risiko, verzichtete auf einen Angriff/Abwehr-Wechsel. Und ließ auch Jokelyn Tienstra zwischen den Pfosten, nachdem diese wenig später von ihrer letztjährigen Teamgefährtin Kira Brandes einen heftigen Kopftreffer über Rechtsaußen verpasst bekommen hatte. Trotz aller Ungereimtheiten, zur Pause stand eine 17:14-Führung für Schwarzgelb.

Angriff umgestellt

Die baute Pusic unmittelbar nach Wiederanpfiff aus. Doch auch jetzt kehrte keine Ruhe ein. Technische Fehler, schwacher Abschluss und auch zwei, drei Würfe, die Tienstra getrost hätte abwehren können, brachten Recklinghausen zurück ins Spiel. Urplötzlich führte der Gast in der 45. Minute mit 23:22. Happe zog die Grüne Karte und stellte im Angriff um. Linda Barz kam ins Spiel. Dafür rückte Miranda Robben vom rechten auf den linken Flügel und Glathe ersetzte Svenja Spriestersbach im linken Rückraum.

Der BVB zeigte nun endlich Entschlossenheit und Konsequenz, ließ seine Klasse durchblicken. Teil eins der englischen Woche ist abgehakt. Es folgen am Mittwoch die reizvolle Pokalaufgabe gegen den VfL Oldenburg und Samstag der finale Jahresauftritt um Punkte in Greven.