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Vogler-Team will mentale Stärke beweisen

Gegen Zwickau

Unter der Woche im Pokal gegen Buxtehude noch mit toller Moral ausgeschieden, schon folgt heute (19 Uhr) in der Halle Wellinghofen die nächste große Herausforderung für das Team von Alice Vogler: Der BSV Sachsen-Zwickau.

DORTMUND

von Von Marc Fröhling

, 02.11.2012
Vogler-Team will mentale Stärke beweisen

Auf ihre Tore muss der BVB vorerst verzichten: Svenja Spriestersbach wird Mutter.

Vier Siege und eine Niederlage stehen auf dem Tableau des momentanen Tabellenzweiten. Vogler weiß auch, dass der Gegner nicht umsonst so weit oben steht: „Sie haben eine sehr gute Defensive, eine gute Torfrau und einen sehr guten Gegenstoß.“

Und trotzdem, die Heim-Devise der schwarzgelben Ballwerferinnen bleibt dieselbe: „Wir wollen unsere weiße Weste zu Hause behalten und das sollte auch machbar sein.“ Auch gegen die sehr geschlossene Mannschaftsleistung der Gäste, die Vogler erwartet. „Jede Akteurin erzielt dort ähnlich viele Treffer. Sie haben die Last auf viele Schulter verteilt, das macht es für uns nicht unbedingt leichter.“ Mit einigen taktischen Kniffen will die Trainerin die starke Zwickauer Defensive überwinden. Gleichzeitig soll die eigene Abwehr flexibel agieren, um die Offensive der Sachsen vor immer neue Aufgaben zu stellen. Die Personalsituation im Team hat sich wieder etwas entspannt, obschon die drei Spielerinnen, die schon am vergangenen Mittwoch im Pokal gefehlt haben, immer noch fraglich sind. Svenja Spriestersbach, die an einer Mandelentzündung litt, befindet sich auf dem Weg der Besserung und steht wohl für Kurzeinsätze bereit.

Ähnlich sieht es bei Sally Potocki aus. Die gebürtige Australierin hatte gestern ihre letzte Untersuchung, eine Einblutung in die Bauchmuskulatur macht ihr momentan das Leben schwer. Definitiv ausfallen wird weiterhin Rückraum-Spielerin Zuzana Porvaznikova. Nicht nur körperlich werden die BVB-Frauen mit den zwei Top-Spielen innerhalb von vier Tagen stark gefordert, „das ist schon auch eine mentale Belastung. Viele Spielerinnen sind am Mittwoch direkt von der Arbeit zum Spiel gekommen. Da kam uns der Feiertag gerade recht.“

An diesem nämlich haben sie sich morgens zur Videoanalyse getroffen. Ergebnis der Nachbetrachtung des Pokalspiels: „Wir sind relativ zufrieden, haben eine richtige Steigerung gesehen.“ Vor allem das 29:29 gegen Mainz anderthalb Wochen vorher hatte der Trainerin gar nicht gefallen. „Da hat uns das Highlight gegen Buxtehude gut getan. Wir haben gesehen, dass wir gegen einen Champions League-Teilnehmer gut mithalten können.“

So könnte sich die mentale Belastung auch zu einem mentalen Vorteil entwickeln. „Wir haben“, sagt Vogler, „zwar nicht immer eine Top-Leistung gezeigt bisher, aber immer eine tolle Moral bewiesen“. Wenn dies heute wieder gelingt, muss die weiße Weste auch gegen den vermeintlich stärkeren BSV Zwickau keine Flecken bekommen.