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Volles Haus und „50:50“

DORTMUND Die Rechnung ist simpel – aber auch ein bisschen naiv. Mitte Januar schlug der Erstligist BVB den VfL Oldenburg in eigener Halle knapp mit 28:26.

von Von Thomas Rellmann

, 18.12.2007
Volles Haus und „50:50“

Nach dem 35:27-Erfolg über Recklinghausen verabschiedeten sich die BVB-Damen von den Fans.

Elf Monate später (Mittwoch, 19.30 Uhr) empfängt der Zweitligist BVB, dem Beobachter nachsagen, individuell eine Klasse tiefer mindestens genauso gut besetzt zu sein, die Niedersachsen erneut. Diesmal im DHB-Pokal. Ergo: Alles drin für die Schwarzgelben. Ganz so einfach ist es nicht. Die Favoritenrolle will sich Borussias Trainer Thomas Happe nicht unterjubeln lassen: „Immerhin liegt da ja noch eine Liga zwischen uns.“ Trotzdem gibt sich der 49-Jährige kämpferisch: „Wenn uns das Publikum wieder so großartig unterstützt, sehe ich die Chance bei 50:50. Es ist Pokal, es ist K.o.-System.“ Die Freude auf das Match – „hoffentlich vor vollem Haus“ – ist Happe deutlich anzumerken.

Prüfstein

Weil‘s sein Team ins Achtelfinale geschafft hat. Weil der BVB endlich mal wieder ein Heimspiel in diesem Wettbewerb hat. Und vor allem weil die Dortmunder nun die Chance haben, sich mit einem Kontrahenten aus der Liga zu messen, in die sie dem eigenen Selbstverständnis nach im Frühjahr zurück kehren müssen.

„Es wird für uns sicherlich ein Prüfstein“, meint Happe, verweist aber schnell darauf, dass der Gast nicht nur substanziell, sondern speziell in der Breite große Vorteile hat. „Wenn ich sehe, wer bei denen die zweite Reihe bildet, ist das schon ein Unterschied zu uns.“ Stimmt. Magere drei Ersatzspielerinnen werden die Bank der Gastgeber bilden.

Keine Ausreden

Dennoch: Ausreden gelten nicht. Die Mannschaft um Spielführerin Manuela Fiedel will beweisen, dass der Abstieg nur ein Betriebsunfall war. Daher kommt der VfL nach zuletzt sieben Liga-Siegen in Serie gerade recht. Eine klare Steigerung im Vergleich zum 35:27 gegen den PSV Recklinghausen am Sonntag ist allerdings von Nöten, um der Truppe von Leszek Krowicki Paroli bieten zu können.

„Mit dem robusten und harten Spiel des PSV hatten wir so unsere Probleme“, räumt Happe ein. Leichter wird es für den Offensivverbunde gegen Oldenburg garantiert nicht. Es stünde den BVB-Frauen demnach gut zu Gesicht, die Gegenwehr zu akzeptieren, gegenzuhalten anstatt drüber zu ärgern und in der Defensiv selbst kräftig zuzpacken. Keine Frage, der optimale Test für den Ernstfall. Demnächst sollen Gegner wie der VfL schließlich wieder regelmäßig in Wellinghofen aufkreuzen.