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Zwei Schwestern, ein Ziel

DORTMUND Am Sonntag wird die Halle Wellinghofen aus allen Nähten platzen. Garantiert. Das Topspiel der 2. Liga zwischen dem BVB und Verfolger SV Garßen-Celle lockt die Zuschauer auch am Tag nach der Fußball-Stadtmeisterschaft in den Dortmunder Süden.

von Von Thomas Rellmann

, 10.01.2008
Zwei Schwestern, ein Ziel

Beim SVG Celle als Linksaußen erfolgeich: Jolanda Robben.

Mindestens 40 Besucher werden dabei einen niederländischen Pass besitzen. Denn das Duell Erster gegen Zweiter ist auch gleichzeitig das Duell Robben gegen Robben. Miranda (21) gegen Jolanda (23). „Unsere ganze Verwandtschaft wird da sein“, verspricht die Jüngere, die sich in ihrem ersten Jahr in Dortmund bestens zurecht findet. „Alles ist gut hier, die Mannschaft, der Erfolg – alles stimmt. Ich lerne viel von den Erfahrenen bei uns. Und das Niveau ist größtenteils deutlich besser als in der holländischen Liga.“

Ihrer Schwester geht‘s in Celle ebenfalls gut. Jolanda spielte bereits bei der HSG Blomberg-Lippe und beim PSV Rostock, wurde aber durch zwei Kreuzbandrisse aus der Bahn geworfen. Bei den Niedersachsen läuft es bislang aber prima. „Ich denke, wir kommen beide in die Play-Offs“, prognostiziert Miranda. „Und vielleicht steigen ja sogar beide auf.“

Gleiche Position

Die Hoffnung, irgendwann mal gemeinsam mit ihrer Schwester in einem Team zu stehen, ist zwar präsent. Allerdings gibt es ein Problem: „Wir sind bei Linksaußen“, sagt Miranda. „In der Nationalmannschaft weiche ich immer nach rechts aus.“ Die Auftritte im Oranje-Dress gehören zu den wenigen Tagen, an denen sich die beiden im Jahr sehen. „Wirklich schade, dass wir 250 km auseinander wohnen“, so Miranda. „Aber über Weihnachten und Silvester waren wir natürlich zusammen in Holland.“ Klar, dass die Familie ständig nachfragte, wer denn wohl das Duell am 13. Januar gewinnen würde. „Ich bin schon ein bisschen nervöser als sonst“, gibt Miranda zu.

Die Rechtshänderin absolviert aktuell ein mehrmonatiges Praktikum im Hilton Hotel. Bis vor kurzem musste sie auch noch zwei Mal pro Woche in die Niederlande zur Berufsschule. „Das war das volle Programm. Ich bin froh, wenn das etwas weniger wird.“ Ab Sommer will sie ein paar Fremdsprachen erlernen – und ansonsten ihre volle Konzentration dann dem Handball widmen. Am liebsten in der 1.Liga.