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Champions League

1:0 gegen Piräus - BVB wahrt Chance aufs Weiterkommen

DORTMUND Borussia Dortmund hat mit leidenschaftlichem Kampf das „Gruppenendspiel“ in der Champions League gegen Olympiakos Piräus gewonnen. Mit dem 1:0 (1:0) meldete sich der BVB am Dienstagabend im Ringen ums Überwintern in der Königsklasse erfolgreich zurück und wies auch nach, dass die junge Elf auf internationalem Terrain Spiele gewinnen kann.

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1:0 gegen Piräus - BVB wahrt Chance aufs Weiterkommen

Kevin Großkreutz (l.) freut sich mit Marcel Schmelzer über seinen Treffer zum 1:0.

Vor 65.590 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park schickte der BVB direkt nach dem Anpfiff das Signal zur Wiedergutmachung für die bislang enttäuschende Champions-League-Saison auf die Ränge.

Champions League: BVB - Olympiakos Piräus

Borussen-Jubel nach Spielende.
Erleichterung nach dem Schlusspfiff: Jürgen Klopp (l.) und Robert Lewandowski.
Kevin Großkreutz trifft zum 1:0.
Torschütze Großkreutz, Trainer Klopp: Beim BVB herrschte große Erleichterung.
Jürgen Klopp bejubelt den Dortmunder Führungstreffer.
Neven Subotic (r.) gewinnt das Kopfballduell gegen Rafik Djebbourvie.
Marcel Schmelzer (l.) ist vor dem Ex-Berliner Marko Pantelic (r.) am Ball.
Olympiakos-Trainer Ernesto Valverde.
Jürgen Klopp (l.) diskutiert mit Roman Weidenfeller.
Kevin Großkreutz (2.v.r.) erzielte in der 7. Minute den entscheidenden Treffer.
Mario Götze (r.) behauptet den Ball gegen Francois Modesto.
Mats Hummels (l.) im Luftduell mit Rafik Djebbour.
BVB-Torhüter Roman Weidenfeller feuert seine Mitspieler an.
Moritz Leitner (r.) im Zweikampf mit Ariel Ibagaza.
Avraam Papadopoulos (l.) ist vor Robert Lewandowski am Ball.
BVB-Jubel nach dem 1:0 durch Kevin Großkreutz (2.v.r.).
Borussen-Jubel nach Spielende.
Moritz Leitner (r.) ging gegen Piräus bis an die Schmerzgrenze.

Dortmund begann äußerst aggressiv, hatte in Moritz Leitner, der wie erwartet den nicht einsatzfähigen Sven Bender ersetzte, einen bissigen und lauffreudigen Balleroberer und hätte schon nach drei Minuten in Führung gehen müssen, als sich Mario Götze über die rechte Seite durchsetzte und klug querlegte auf den mitgelaufenen Ivan Perisic. Der drosch das Leder in Rückenlage über das Tor – eine Megachance für Schwarzgelb gleich zu Beginn.

Als Perisic nach innen flankte (6.) und der Ball an Freund und Feind vorbei zur Eckfahne lief, brannte es erneut lichterloh im Strafraum der viel zu passiven Griechen, die durch das 1:0 dann prompt bestraft wurden. Wieder durfte Götze mit dem Ball am Fuß nach innen ziehen, seine Ablage nahm Kevin Großkreutz direkt – der Ball schlug aus gut 20 Metern unhaltbar im Piräuser Winkel ein – ein Traumtor (7.). Der furiose Beginn brachte das Stadion zum Beben, weckte aber auch die Griechen auf, die durch Mirallas (15.) eine erste Chance hatten. Weidenfeller musste nachfassen.

Der BVB, den Trainer Jürgen Klopp auch ohne Mittelfeld-Regisseur Shinji Kagawa ins Spiel geschickt hatte und der durch eine sehr offensive Grundausrichtung die Gäste früh stören wollte, schaltete danach einen Gang zurück. Leitner blieb vor der Abwehr neben Kapitän Sebastian Kehl eine Belebung, mit der Führung im Rücken drängte die Heimmannschaft nun aber nicht mehr mit aller Gewalt. Nach Perisics unnötigem Schubser außen hatte Piräus durch den auf den zweiten Pfosten gezogenen Freistoß von Ibagaza seine beste Chance der ersten Halbzeit – Weidenfeller war am langen Ball vorbeigesegelt. Seine einzige Unsicherheit. Mit zunehmender Dauer entglitt dem BVB die Kontrolle. Im Vorwärtsgang war Dortmund nicht mehr zwingend genug, es war ein gefährliches Spiel angesichts der knappen Führung.

Noch brannte nichts an, weil hinten Neven Subotic und Mats Hummels Stoßstürmer Rafik Djebbour gut im Griff hatten, Marcel Schmelzer sich links hinten nach einigen Anlaufschwierigkeiten und trotz einiger schlampiger Pässe im Aufbau immerhin ins Duell gegen Kevin Mirallas verbiss, der ihn im Hinspiel noch arg düpiert hatte. Und noch brannte nichts an, weil Piräus auch nur zögerlich die Defensive lockterte. Holebas´ Schuss aus 20 Metern (47.), den Weidenfeller mit Mühe entschärfte, deutete an, dass das nach der Pause nicht so bleiben sollte. Der BVB behielt seine taktische Marschroute bei, lauerte auf Konter und hätte nach Holebas´ schlampigen Rückpass das 2:0 machen können. Robert Lewandowski, der den Ball an Olympiakos-Keeper Megyeri vorbeispitzelte, schob die Kugel aus spitzem Winkel dann aber nur an den Pfosten (61.).

Die Partie blieb ein Geduldsspiel. Holebas entwischte nach einer Ecke Großkreutz, sein Kopfball aber strich am Tor vorbei (64.). Nach 66 Minuten brachte Klopp mit Shinji Kagawa für den in seinen Dribblings nach guter Anfangsphase glücklosen Götze eine frische Offensivkraft.  Mit mehr Gradlinigkeit im Konterspiel kam der BVB zu Chancen: Nach Schmelzers Durchstecker auf Lewandowski ging der Pole nach Kontakt mit dem gestürzten  Papadopoulos zu Boden – Schiedsrichter Bezborodov sah keine Notbremse des Griechen (72.) – anders als die Mehrzahl der Zuschauer, die diese Aktion wachrüttelte.

Plötzlich war wieder Feuer im Spiel. Perisic sah Gelb, Pablo Orbaiz nach zwei rüden Attacken innerhalb von 60 Sekunden ebenso. Aus ihrer leichten Überlegenheit konnten die Griechen aber keine zwingende Torchance mehr erspielen, in der dreiminütigen Nachspielzeit ging auch Mellbergs Kopfball über das Tor. In den Abpfiff mischte sich bei der Heimelf neben der Freude über den ersten Sieg in der Königsklasse auch einige Erleichterung. "Völlig wurscht", meinte Kapitän Sebastian Kehl, sei die Art und Weise, wie der BVB das 1:0 erarbeitet habe. "Heute zählten nur die drei Punkte." Startelf-Debütant Moritz Leitner konnte die Diskussionen über das "untypische" Spiel des BVB, der seine eigene Kreativität zugunsten defensiver Stabilität opferte, ohnehin nicht nachvollziehen. "Das war hammergeil heute!", meinte er freudestrahlend nach seinem ersten Einsatz von Beginn an.

BVB: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Leitner (86. Felipe Santana), Kehl - Großkreutz, Götze (66. Kagawa), Perisic (76. Blaszczykowski) - Lewandowski
Piräus: Megyeri - Modesto, Mellberg, Avraam Papadopoulos, Marcano (67. Abdoun) - Fejsa (59. Makoun), Orbaiz - Miralles, Ibagaza (79. Pantelic), Holebas - Djebbour
Tor: 1:0 Großkreutz (7.)
Schiedsrichter: Besborodow (Russland)
Zuschauer: 65.590 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Perisic / Avraam Papadopoulos, Mellberg, Orbaiz

 

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