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1:0 in Koblenz - Hofmann ist der Held

Dritter Sieg in Serie

Die gute Nachricht vorweg: Mit dem 1:0 (0:0) bei der TuS Koblenz schaffte Borussia Dortmund II in der Fußball-Regionalliga West den dritten Erfolg in Serie.

KOBLENZ

von Von Bodo Heinemann

, 06.11.2011
1:0 in Koblenz - Hofmann ist der Held

Koblenzer Schulterklopfer: Borussias Mario Vrancic (l.) setzt sich durch.

In der Anfangsphase war von der viel gerühmten Offensive der Dortmunder allerdings wenig zu sehen. Dabei musste Koblenz auf die beiden etatmäßigen Innenverteidiger verzichten. Ein Umstand, den der BVB eine geschlagene Stunde lang überhaupt nicht nutzen konnte.

Und wenn der Koblenzer Kapitän Michael Stahl mit seinem Freistoß nicht bloß den Pfosten getroffen (13.) und per Kopf das leere Tor verfehlt hätte (21.), wäre der weitere Verlauf des Abends für die Borussia wohl wesentlich ungemütlicher geworden. Nach dem Wechsel legte Dortmund einen Zahn zu und die vornehme Zurückhaltung ab. BVB-Trainer David Wagner rückte ein wenig von seinem „Tannenbaum“-System ab und ließ nach der Einwechslung von Marcel Halstenberg mit einem offensiveren 4-2-3-1 mehr nach vorne spielen.

„Die Außenverteidiger haben außerdem höher gestanden, das hat uns im Zentrum mehr Räume verschafft“, begründete der Coach diese von Erfolg gekrönte Maßnahme, auch wenn er dann einschränkend relativierte: „Die Systemfrage ist bei uns eigentlich unerheblich.“ Wie auch immer: Chris Löwe, Leihgabe der ersten Garnitur und bis dahin als Linksverteidiger im Einsatz, rückte nach vorne und sorgte dort bis zu seiner Auswechslung (69.) für mehr Druck. Dieser Druck auf die Koblenzer Defensive wuchs von Minute zu Minute und gipfelte schließlich im Tor des Abends, das Jonas Hofmann nach öffnendem Pass in die Tiefe aus der Drehung heraus erzielte (64.).

Fortan hatten die Gäste die Begegnung gut im Griff, versäumten es aber, beispielsweise durch Terrence Boyd (76., 78.) oder Ensar Enes Baykan (81., 86.) für klarere Verhältnisse zu sorgen. Was aber nicht weiter tragisch war, denn die TuS verfiel nach dem Gegentreffer regelrecht in Schockstarre und schaffte es bis zum Abpfiff nicht mehr, dem von Johannes Focher gehüteten Dortmunder Gehäuse gefährlich nahe zu kommen. Als dann der Schiedsrichter auch noch das Koblenzer Personal dezimierte, war die Partie im Prinzip gelaufen: TuS-Sturmspitze David Sasse sah nach einem Frustfoul an Mario Vrancic die Rote Karte (80.). Der Mut der Verzweiflung brachte in Unterzahl nichts ein, Dortmund schaukelte den Erfolg routiniert über die Runden.   

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