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1:3 - Neue Stars, alter Fußball

DORTMUND 75.700 Fans im Signal Iduna Park trauten ihren Augen nicht: Der BVB, ausgestattet mit Nationalspielern en masse und neuen Stars für insgesamt 7,6 Millionen Euro, hatte sich zum Ligastart vom MSV Duisburg demontieren lassen. Mit 1:3 (0:1) ging die Borussia unter.

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BVB-Trainer Thomas Doll war nach dem 1:3 fassungslos.

Mladen Petric scheiterte gegen den MSV Duisburg am Pfosten.

Die Ansage war an überraschender Deutlichkeit gar nicht zu toppen: "Ich bin überzeugt, dass wir im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ein gewichtiges Wörtchen mitreden werden", schrie Stadionsprecher Norbert Dickel unmittelbar vor dem Anpfiff. Ins Mikrofon. Direkt vor der Südtribüne.

Ein paar Minuten später stand es 1:0 - für Aufsteiger MSV Duisburg wohlgemerkt. Grlics Freistoß köpfte Ishiaku unhaltbar für Roman Weidenfeller ein, BVB-Innenverteidiger Robert Kovac sah schlecht aus. Acht Minuten war die Bundesliga-Saison für den BVB alt, da war das Träumen von der Meisterschale schon ziemlich out.

Riesige Lücken

Der BVB, angetreten im 4-4-2 mit Raute, kam ungemein schwer in die Partie. Riesige Lücken klafften zwischen den Mannschaftsteilen: Dortmunds Tempo-Hoffnungen Jakub Blasczykowski (gegen Caceres) und Tinga (meist gegen Lamey) kamen nie zur Entfaltung. Während der MSV im 4-2-3-1 konstruktiver gestaffelt wirkte und in Grlic einen Mann stellte, der Bälle unbedrängt in alle Richtungen verteilen durfte, wurde die Borussia nur durch Standards gefährlich: Mladen Petric traf mit seinem 22-m-Freistoß die Latte (17.).

"Geduld" hatte BVB-Trainer Thomas Doll im Vorfeld der Partie eingefordert. Für den Fall, dass sein Team gegen tief gestaffelte Duisburger Schwierigkeiten bekommen werde, die knapp bemessenen Räume sinnvoll zu nutzen. Doch dieses Spiel lief anders. Duisburg machte es - Dortmund reagierte oft nur.Doppelschlag

In der 56. Minute reagierte auch Doll, brachte für den maßlos enttäuschenden Tinga Angreifer Delron Buckley. Ein Wechsel, der es in sich hatte: Zunächst leitete Buckley die erste BVB-Chance aus dem Spiel heraus ein (Petric, Schuss aus 18 Metern, 59.), dann legte er nach einem Kovac-Fehler Duisburgs Tiffert im Strafraum. Tararache verwandelte den Elfmeter - 0:2 (61.). Drei Minuten später kam Kovac gegen Ishiaku zu spät, der knallte die Kugel erneut ins Netz - 0:3.

Florian Kringe konnte nur noch verkürzen (87.). Viele BVB-Fans verließen bereits früh das Stadion. Einige pfiffen. Die meisten erstarrten nur. Borussia Dortmund ist nach einer euphorischen Vorbereitung geerdet worden. Knallhart. Und in der nächsten Woche geht's nach Schalke...

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BVB-Trainer Thomas Doll war nach dem 1:3 fassungslos.

Mladen Petric scheiterte gegen den MSV Duisburg am Pfosten.

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