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1:4 - BVB ergibt sich im Derby

GELSENKIRCHEN Bundesliga-Fehlstart für Borussia Dortmund! Nach der Heimpleite gegen Aufsteiger MSV Duisburg (1:3) hat der BVB auch das 130. Revierderby gegen den FC Schalke 04 mit 1:4 (0:2) verloren und eklatante Abwehrschwächen offenbart.

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Schalkes Gerald Asamoah (r) und Dortmunds Christian Wörns versuchen an den Ball zu kommen.

Schalkes Marcelo Bordon erzielte bereits in der elften Minute das 1:0.

Trainer Thomas Doll hatte für den Ruhrpott-Knaller sein Alternativsystem ausgepackt. Mit zwei Sechsern (Tinga, Kruska) und zwei vorgeschobenen Halben (Blaszczykowski, Buckley), die Druck auf Schalkes Außenverteidiger Rafinha und Pander ausüben und diese binden sollten. Der Gastgeber bot überraschend Zlatan Bajramovic neben Fabian Ernst im defensiven Mittelfeld auf, Levan Kobiashvili ersetzte Peter Lövenkrands auf der linken offensiven Bahn – so die Reißbrett-Theorie.

In der Praxis wurde Schalke vor allem nach Panders Freistößen gefährlich: Den ersten des Linksverteidigers knallte Kevin Kuranyi an die Latte (3.).

In der elften Minute schließlich trat Pander einen 40-Meter-Freistoß an den langen Pfosten, wo BVB-Angreifer Diego Klimowicz zu spät ins Duell mit Marcelo Bordon einstieg. Der Brasilianer köpfte ein – 1:0. Gegen Schüsse von Ivan Rakitic (14.) und Fabian Ernst (18.) musste Weidenfeller nun auch aus dem Spiel heraus starke Reflexe zeigen. Die Hausherren dominierten.

Der BVB tauchte erst in der 21. Minute gefährlich vor dem S04-Kasten auf. Blasczykowskis Außenrist-Pass, landete bei Klimowicz, dessen Schuss entschärfte Torhüter Manuel Neuer. Zehn Minuten später wieder Pander, der Neu-Nationalspieler. Freistoß aus 28 Metern nach Foul von Robert Kovac – und die Kugel senkte sich ins rechte Eck, 2:0 (31.). Bis dahin hatte der BVB zwar mehr Zweikämpfe gewonnen (65 %) und mehr Ballbesitz (52,9 %), kam aber nur zwei Mal zum Torabschluss – Schalke gleich sechs Mal.

Mit Nelson Valdez für Klimowicz und Mladen Petric nun im Sturmzentrum startete der BVB in Halbzeit zwei - und schleppte die signifikanten Schwächen der ersten 135 Saisonminuten weiter mit durch: Nach fast jeder Standardsituation kam der Gegner per Kopf zum Torabschluss, und ruhende Bälle gab es gleich reihenweise.

Das 3:0 fiel zur Abwechslung aber aus dem Spiel heraus. Gerald Asamoah, der zuvor schon vier Gelbe Karten für BVB-Profis herausgeholt hatte, verwertete eine Flanke von Bajramovic per Kopf (59.). Vorausgegangen waren Stellungsfehler der Dortmunder Innenverteidiger. Die Veltins-Arena – jetzt ein Tollhaus: „Macht sie alle, schießt sie aus der Halle.“

Stattdessen fiel der erste BVB-Treffer: Flanke Dede, Kopfball Valdez – nur noch 1:3 (66.). Kuranyi stellte mit dem dritten Kopfballtor der Schalker den alten Abstand aber schnell wieder her (78.). Zu allem Überfluss aus Dortmunder sicht sah Sebastian-Kehl-Vertreter Marc Kruska in der 85. Minute wegen Meckerns noch die Ampelkarte.

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Schalkes Gerald Asamoah (r) und Dortmunds Christian Wörns versuchen an den Ball zu kommen.

Schalkes Marcelo Bordon erzielte bereits in der elften Minute das 1:0.

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