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20 Millionen zusätzlich

DORTMUND Borussia Dortmund muss im Frühstadium der Saison 2007/2008 feststellen, dass sich der Abschied vom Dauerhaften weniger rasant als erhofft vollzieht. Die Abkehr von jener fußballerischen Tristesse, die den Klub durch die Phase der Sanierung begleitete, ist längst nicht abgeschlossen: 4 Siege, 5 Niederlagen, 14:17 Tore, Platz 11. Der Tag der Wende dauert lange.

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Thomas Doll warnt vor einem sportlichen Rückfall.

Mittelfristig muss der Klub – um sich wieder an den europäischen Fleischtöpfen satt fressen zu können – vor allem das gigantische Problem mit der „zentralen Achse“ lösen. Es erstreckt sich von der anfälligen Innenverteidigung Wörns/Kovac über das häufig notdürftig besetzte defensive Mittelfeld bis hin zum Stuhl des internationalen Ansprüchen nicht gewachsenen Regisseurs Federico. Das Achsen-Problem ist inzwischen erkannt worden: Böte sich in der Winterpause ein wertiger Manndecker an, würde der BVB bereits alle Hebel in Bewegung setzen, um den Zuschlag zu erhalten. Das Problem: Eine hohe Ablösesumme dürfte Michael Zorc wohl nicht investieren.

Ob auf der Sechser-Position ein Selbstheilungsprozess stattfinden kann, wird vor allem davon abhängen, ob der seit nahezu 14 Monaten verletzte Sebastian Kehl (Vertrag bis 2008) noch einmal zu alter Leistungsfähigkeit findet. Gestern nahm der Nationalspieler erst zum zweiten Mal wieder am Teamtraining teil. Trainer Thomas Doll betonte anschließend: „Wir müssen ganz vorsichtig sein. Bei dem geht das gar nicht anders!“

Im Winter nach Marbella

Zurzeit sieht es danach aus, als würde Kehl das Schaufenster Bundesliga erst im Winter wieder festen Fußes betreten und sich im Trainingslager an der Costa del Sol endgültig an die Mannschaft herankämpfen. Zorc weilte gestern persönlich in Marbella, um ein Quartier auszuwählen. Neben den Borussen wird im Januar auch der FC Bayern seine Zelte im inzwischen russisch geprägten spanischen Nobel-Ferienort aufschlagen. Der einstige Dauerrivale um den Titel.

Nicht um diesen, aber um die Champions-League-Plätze will der BVB langfristig konkurrieren können. Rein finanziell sind die Perspektiven mehr als aussichtsreich. Alleine durch den TV-Vertrag ab 2009 (rund 60 Millionen Euro mehr für die Liga im Jahr), einen neuen Ausrüsterdeal (ebenfalls ab 2009) sowie die wahrscheinliche Eigenvermarktung des BVB ab 2010 (Vertrag mit Sportfive läuft aus) dürften Dortmunds Mehreinnahmen pro Jahr bald weit über 20 Mio. Euro betragen. Falls Michael Zorc über 2008 hinaus bleiben darf, kommen also rosigere Zeiten auf ihn zu...

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