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2:1 - BVB feiert Arbeitssieg gegen Bochum

DORTMUND Nach drei Niederlagen in Folge hat Borussia Dortmund wieder ein kleines Lebenszeichen von sich gegeben. Im Revierderby gegen den VfL Bochum gewann der BVB vor 72.200 Zuschauern im Signal Iduna Park mit 2:1 (1:1). Torschützen waren Tinga (17.) und Federico (70.) sowie Mieciel (35.) für die Gäste.

von Von Constantin Blaß

, 05.10.2007

„Wir werden auf jeden Fall eine Borussia sehen, die sich von der ersten Minute an mit Herz und Engagement präsentiert“ -  sagte  BVB-Trainer Thomas Doll vor dem  „B1-Derby“ gegen den VfL Bochum. Der Einsatz der Schwarzgelben beim 2:1 (1:1) gegen den Reviernachbarn stimmte, ein fußballerischer Leckerbissen war das Duell aber nicht.

Was nach den letzten sportlichen Nicht-Leistungen des BVB aber auch nicht zu erwarten war. Mit Petric, Frei, Degen, Valdez, Kuba, Buckley und Kehl musste Thomas Doll zudem verletzungsbedingt gleich auf sieben Spieler verzichten.

      Aus der personellen Not heraus feierten daher die Youngster Christopher Nöthe und Patrick Njambe ihr Startelf-Debüt. Vor einer Woche hatten die beiden 19-Jährigen beim peinlichen Auftritt in Karlsruhe (1:3) ihre Premiere in der Bundesliga gefeiert.VfL-Coach Marcel Koller hatte derartige Personalsorgen nicht. Er ließ exakt die Startformation auflaufen, die gegen den 1. FC Nürnberg zuletzt ein 3:3 geholt hatte – und hatte damit alles richtig gemacht.

Sehr offensive Bochumer Ausrichtung

Denn mit der mutigen Bochumer Ausrichtung mit zwei Stürmern und zwei offensiven Außen kam ein zu Beginn – trotz der Großchance von Federico (2.) – stark verunsicherter BVB überhaupt nicht zurecht. Weidenfeller musste in der 13. Minute gegen Mieciel in höchster Not klären. Wenig später scheiterte Stanislav Sestak.

Bochum nach einer guten Viertelstunde besser. Das 1:0 erzielte aber die Borussia: Dede hatte einen Freistoß in den Strafraum geschlagen, Wörns VfL-Keeper Lastuvka zu einer Glanzparade gezwungen. Nutznießer war Tinga, der das Leder mit seinem erst fünften Ballkontakt aus drei Metern mit 68 km/h in den Winkel jagte (17.). Sein erstes Saisontor. Der BVB nun gefestigter, stand nicht mehr ganz so defensiv und spielte mutiger. Das 2:0 blieb aber aus, weil Klimowicz lieber selbst ein Schüsschen abgab, als auf Federico abzuspielen (33.).

Apropos Federico: Der Deutsch-Italiener sollte im weiteren Verlauf zur entscheidenden Figur werden. Durch einen Ballverlust leitete er den Ausgleich für die Gäste ein, die in der 35. Minute einen Konter blitzsauber bis zum Tor durch Mieciel (35.) vollendeten. Borussia geschockt. Reines Glück, dass es bei Chancen von Sestak (38., 40.) und Dabrowski (39., Nöthe rettete auf der Linie) beim 1:1 zur Pause blieb. Aber zurück zu Federico: Nach dem Seitenwechsel war es der 27-Jährige, der sich zu einem Zeitpunkt, als der BVB nur noch mit neun Feldspielern agieren musste – Wörns hatte nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot gesehen (58.) – ein Herz nahm und nach einer Ecke aus 15 Metern zum 2:1 traf.

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