Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

2:1 - BVB siegt im Elfmeterdrama

DORTMUND Borussia Dortmund wandelt weiterhin auf dem schnellsten und vielleicht einzig verbliebenen Weg in Richtung internationales Geschäft: Am Dienstagabend gewann der Bundesliga-Zehnte im Achtelfinale des DFB-Pokals ein dramatisches Spiel gegen den favorisierten SV Werder Bremen mit 2:1 (1:0).

29.01.2008
2:1 - BVB siegt im Elfmeterdrama

Giovani Federico (BVB/l.) traf zum 1:0.

Es war bereits der dritte Dortmunder Sieg aus den letzten vier Pflichtspielen.

Zum sportlichen Erfolg gesellt sich der finanzielle: „Erstmals seit Jahren verdienen wir im Pokal wieder Geld“, betont KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke. 1,25 Mio. Euro netto fließen alleine durch das Pokal-Duell mit den Hanseaten vor 64 100 Fans im Stadion und Millionen an den Fernsehern in die Kasse des Klubs. Etwa ein Fünftel davon wird Watzke als Prämie an die Kicker ausschütten. Am 26. oder 27. Februar dürfen sie alle weitermachen mit dem Kohle scheffeln. Im Viertelfinale.

Schwächen auf der linken Seite

In einer fehlerbehafteten und auf schwachem Niveau stehenden ersten Hälfte machte der Gast zunächst das Spiel – Dortmund jedoch das Tor. Rosenberg (3.) und Klasnic (12./20.) hatten bereits Top-Chancen vergeben, als Mladen Petric mit dem linken Außenrist Giovanni Federico bediente und der Spielmacher mit einem wunderbar platzierten Schuss ins lange Eck zum 1:0 traf (20.). Es war eine von lediglich zwei gelungenen BVB-Offensivaktionen während der ersten 45 Minuten. Dortmund fehlte schlicht der Pfeffer. Auffällig blieben die Grobschwächen im Borussen-Spiel: mangelnde Abstimmung auf der linken Defensivseite (Dede, Tinga), lange viel zu wenig Aggressivität im Mittelfeld und riesengroße Löcher zwischen den Mannschaftsteilen.

Das Team von Trainer Thomas Doll profitierte allerdings davon, dass die staubedingt verspätet eingetroffenen Bremer ohne Regisseur Diego (für ihn stand Hunt in der Startelf) bis zur Pause kaum noch Durchschlagskraft entwickelten und die eigene Fehlerquote im Pass- und Stellungsspiel jener des BVB anpassten.

Der doppelte Diego

Mit Stürmer Almeida (64. für Klasnic), Diego (68. für Baumann) und einer völlig neu geordneten Mittelfeldraute versuchte Werder-Trainer Thomas Schaaf in der zweiten Hälfte noch die Wende herbeizuführen. Doch mehr als Almeidas Pfostenkracher aus 25 Metern (65.) gelang den Hanseaten zunächst nicht.

Borussias Diego Klimowicz baute die Führung des BVB nach einem Traumpass von Sebastian Kehl sogar noch aus – 2:0 (80.). Genau jener Kehl senste allerdings Sekunden später im eigenen Strafraum Rosenberg um – Diego verkürzte vom Elfmeterpunkt auf 1:2 (82.). Drei Minuten später parierte Marc Ziegler Diegos zweiten Strafstoß (Amedick hatte Rosenberg am Trikot gehalten). Dann war Schluss. Und das Stadion erbebte förmlich unter dem Jubel.

"Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat 90 Minuten nach vorne gespielt, aber leider ihre Chancen nicht genutzt", sagte SVW-Trainer Thomas Schaaf nach dem Schlusspfiff.  Sein Dortmunder Pendant Thomas Doll betonte: "Wir hatten zu viele leichtfertige Ballverluste, eine Menge Unruhe, sind anfangs nicht ins Spiel gekommen und haben wirklich viel Glück gehabt." Der BVB-Trainer meint: "Ein solcher Start ins neue Jahr gibt uns nach dieser schwachen Hinrunde sicher viel Selbstvertrauen." 

Lesen Sie jetzt