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3:0 - Klimowicz und Kringe treffen

DORTMUND Borussia Dortmund hat im dritten Anlauf die ersten Punkte in der neuen Saison eingefahren. Gegen Energie Cottbus gewann der BVB völlig verdient mit 3:0 (1:0). Spieler des Tages waren Doppel-Torschütze Klimowicz (70., 84.) und Doppel-Vorbereiter Buckley. Das 1:0 hatte Kringe in der ersten Halbzeit erzielt (44.).

von Von Thomas Rellmann

, 25.08.2007

Die Partie begann furios: drei Chancen, drei Ecken in den ersten vier Minuten. Nicht einmal 30 Sekunden waren gespielt, als es erstmals brenzlig wurde. Markus Brzenska, für den zuletzt drei Mal enttäuschenden Robert Kovac in die Innenverteidigung gerückt, klärte zwei Mal zu kurz. Daraufhin setzte Timo Rost zum Distanzschuss an, den Weidenfeller-Ersatz Marc Ziegler mit Mühe über die Latte lenkte.

Der Gegenzug: Nelson Valdez köpft einen Eckball am Tor vorbei. Kurz darauf fängt Energie-Keeper Tomislav Piplica so gerade einen abgefälschten Schuss von Jakub Blaszczykowski. Der BVB ganz anders als zuletzt: bissig, kombinationsfreudig. Aber auch taktisch anders angeordnet als gegen Schalke, nämlich mit einer Mittelfeldraute. Zudem hatte Trainer Thomas Doll gleich auf fünf Positionen Umbesetzungen vorgenommen, musste unter anderem die gesperrten Roman Weidenfeller und Marc Kruska ersetzen. Nächster Aufreger: ein Knaller von Mladen Petric, freigespielt von Giovanni Federico, der anstelle des stürmenden Kroaten hinter den Spitzen agierte. Doch die Kugel sprang vom rechten Innenpfosten zurück ins Feld (8.).

Federico legte auch die nächste Chance auf, aber Blaszczykowskis Schuss strich am langen Pfosten vorbei (12.). Nach diesem Schnellstart beruhigte sich das Geschehen etwas. Philipp Degen, kurz zuvor noch mit einer Schienbeinverletzung länger behandelt worden, scheiterte nach 23 Minuten an Piplica. Keine Frage: Der BVB hatte sich einiges vorgenommen, spielte ansehnlich, ließ hinten gegen wie so oft biedere Cottbuser nichts mehr zu.

Nur ein Tor war der Elf von Thomas Doll gegen die vielbeinige Abwehr der Ostdeutschen noch nicht vergönnt, manchmal fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss oder der finale Pass kam nicht an. Auch Dede hatte Pech. Als Piplica vor Petric retten musste (37.), war das Tor plötzlich verwaist, doch der Außenverteidiger scheiterte aus 40 Metern, der Ball flog einen Meter über den Kasten. Manchmal fehlte aber auch einfach nur der letzte Pass im Offensivspiel. Bis sich Florian Kringe ein Herz nahm. Nach einer Ecke nahm er den Abpraller elegant an und ließ ein Pfund aus knapp 25 Metern ab. Das Leder schlug oben links im Dreieck ein – ein herrliches Tor. Und vor allem Lohn für eine engagierte wie größtenteils inspirierte Vorstellung der Schwarzgelben.

An die knüpften die Borussen nach dem Wechsel zunächst nahtlos an. Ein Dede-Freistoß (53.) landete vor Piplicas Fäusten, und in der gleichen Minute wurde auch ein Versuch von Christian Wörns im letzten Moment abgeblockt. Das Bild blieb das gleiche wie in den ersten 45 Minuten. Dortmund drückte und der Gast mit der Lizenz zum Mauern strahlte kaum Gefahr aus. Ein wenig verflachte die Partie, ehe Federico mit einem Freistoß für Torjubel sorgte. Doch der kam verfrüht, der Ex-Karlsruher hatte nur das Außennetz getroffen und scheiterte auch zwei Minuten später in aussichtsreicher Position.

Dann musste der 26-Jährige vom Platz. Für ihn kam Delron Buckley. Dessen Einwechslung machte sich 120 Sekunden später (70.) bezahlt. Er bediente Diego Klimowicz, in der Pause für den an der Wade verletzten Petric gekommen, und der schob den Ball aus halblinker Position ins lange Eck – 2:0! Die Entscheidung. Denn Energie war in der Offensive an Harmlosigkeit nicht zu übertreffen. Der BVB konnte seinen Stiefel gelassen herunter spielen. Klimowicz wäre nach erneutem Buckley-Zuspiel sogar beinahe direkt sein zweiter Streich geglückt (79.). Der folgte dann fünf Minuten später. Wieder flankte Buckley und der Argentinier setzte den Kopfball schulbuchmäßig zum 3:0 in die Maschen.

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