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Amedick: Jetzt will er nicht mehr weg

DORTMUND„Die Statistik“, sagte der Bankier Hermann Josef Abs einmal, „ist wie eine Laterne im Hafen. Sie dient dem betrunkenen Seemann mehr zum Halt als zur Erleuchtung.“ Martin Amedicks Statistik bringt das Blut denn auch nur kurz in Wallung.

von Von Sascha Fligge

, 11.12.2007
Amedick: Jetzt will er nicht mehr weg

Zweiter Sieger: Amedick im Luftduell mit Bielefelds Kirch.

Magere 31 Prozent der von ihm absolvierten Luftduelle gewann Borussia Dortmunds Manndecker während seiner sechs Saisoneinsätze. Am Boden beträgt die Erfolgsquote 54 Prozent. Zum Vergleich: Dede (70 Prozent) und Robert Kovac (69) rangieren ligaweit auf den Rängen drei und vier. Weit, weit vor Amedick.

Trotzdem steht der 25-Jährige hoch im Kurs. Beim BVB, weil er sowohl in Stuttgart (2:1) als auch beim Selbstläufer gegen Bielefeld (6:1) ein meist sicheres Stellungsspiel zeigte und kluge Aufbaupässe spielte. Zweitligist Mönchengladbach war Amedicks Qualität bereits vor geraumer Zeit aufgefallen. Die Borussia vom Niederrhein holte sich bei BVB-Sportdirektor Michael Zorc im Sommer zwar einen Korb, wollte ihre Bemühungen aber wieder intensivieren. Amedick selbst sagt nur: „Nach dem letzten Hinrundenspiel werden Trainer Thomas Doll und ich ein weiteres Perspektivgespräch führen.“

Zarte Wertschätzung

Im Anschluss will der 1,94-Meter-Schlaks (Vertrag bis 2009) entscheiden, ob es Sinn macht, weiter in Dortmund auf den Durchbruch zu hoffen. Das ist jedenfalls der offizielle Sprachjargon. RuhrNachrichten.de erfuhr allerdings: Amedick hat dem BVB über seinen Berater Lars-Wilhelm Baumgarten am Montag mitteilen lassen, dass er angesichts der neuen Situation keinen Wechsel beabsichtige. Sollte er es doch tun, würde ihm der Klub erneut die Freigabe verweigern.

Da passt es ins Bild, dass Thomas Doll, der seit Saisonbeginn mit der Stabilität des Abwehrzentrums hadert und Amedick nicht auf der Rechnung hatte bis ihn die Ausfälle von Markus Brzenska (gesperrt) und Christian Wörns (verletzt) vor dem Stuttgart-Spiel dazu zwangen, inzwischen deutliche  Wertschätzung zeigt: „Kovac und Amedick schieben den Laden mutig nach vorn. So kriegen wir eine richtig gute und enge Kampfzone“, lobt Doll. Und: „Martin hat Duftmarken gesetzt. Sollte er diese Leistungen am Samstag in Wolfsburg bestätigen, gilt: Der letzte Eindruck bleibt hängen.“

Umfragesieger

Bei den BVB-Fans scheint ohnehin eine Menge Positives hängen geblieben zu sein (2006/2007 war Amedick hinter Per Mertesacker und Manuel Friedrich bester deutscher Zweikämpfer): Im Rahmen unseres Online-TED‘s votierten 44 Prozent der User für ihn als Dortmunds Manndecker Nummer 1. Borussias Kapitän Christian Wörns kam in der Umfrage lediglich auf 11 Prozent. Noch so eine Statistik ...

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