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BVB-Pleite an der Weser

Borussia Dortmund hat seinen Ergebnis-Höhenflug mit Siegen gegen Cottbus, Rostock und Hoffenheim beendet und beim stark ersatzgeschwächten Spitzenteam Werder Bremen die zweite Niederlage im Jahr 2008 kassiert. Am Samstagnachmittag verlor die Elf von Trainer Thomas Doll mit 0:2 (0:1) in der Hansestadt.

von Von Sascha Fligge

, 01.03.2008
BVB-Pleite an der Weser

Vergab in Bremen mehrere Chancen: Mladen Petric (li.).

Werder betrieb gegen den BVB eine reine Mängelverwaltung: In Frings, Baumann, Borowski und Diego fiel eine komplette Mittelfeld-Raute aus. Özil durfte deshalb von Beginn an in der offensiven Schaltzentrale ran. Dortmunds Trainer Thomas Doll wiederum hatte überraschend auf Top-Stürmer Alexander Frei verzichtet und den Ex-Bremer Nelson Valdez aufgeboten. Jakub Blaszczykowski kehrte nach überstandener Verletzung (Muskelfaserriss) ins halbrechte Mittelfeld zurück. Die erste Hälfte hatte trotz der Personalprobleme beider Teams reihenweise Höhepunkte: Mladen Petric hätte nach einem Traumkonter über Valdez und Jakub Blaszczykowski früh die Führung erzielen müssen, scheiterte aber freistehend aus kurzer Distanz an SVW-Keeper Tim Wiese (18.). Tingas Tor (30.) wurde zu Recht die Anerkennung verweigert, weil Petric zuvor Patrick Owomoyela gefoult hatte. Und nach Per Mertesackers Patzer hatte Petric, der das Laufduell mit Wiese für sich entschied, erneut die Führung auf dem Fuß (38.)…  Merk liegt total daneben Das erste Tor allerdings erzielten die Hausherren. Nachdem BVB-Torhüter Marc Ziegler gegen den eigenen Mitspieler Robert Kovac (7.) gehalten, Klasnics Schuss aus wenigen Metern Entfernung mit einem Reflex entschärft (27.) und Naldos Freistoß aus 28 Metern an die Latte gelenkt hatte (36.), war er gegen Dr. Markus Merk (Kaiserslautern) ohne jede Chance. Der Schiedsrichter übersah mitsamt seinem Assistenten-Duo Markus Rosenbergs klare Abseitsstellung nach einer Hereingabe von Aaron Hunt. Wie der Schwede sich an Rukavina vorbeidrehte und die Kugel mit der Hacke zum 1:0 ins Netz drückte, war allerdings extrem sehenswert – 1:0 (45.).  Zu diesem Zeitpunkt wirkte Borussias Jakub Blaszczykowski schon nicht mehr mit. Der Pole griff sich eine Minute vor dem Gegentreffer urplötzlich an den Oberschenkel und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Der erste Verdacht: ein erneuter Muskelfaserriss. Höchststrafe für Kruska  In der zweiten Hälfte machte Werder schließlich alles klar. 24 Minuten nachdem Petric einen Freistoß aus 27 Metern an die Latte des Bremer Tores gesetzt und damit die beste BVB-Chance nach der Pause vergeben hatte (49.), traf erneut Rosenberg zum 2:0. Zuvor hatte er Amedick und Kruska versetzt. Letzterer, erst eine Minute vor der Pause eingewechselt, kassierte damit die Höchststrafe. Für ihn kam in Diego Klimowicz ein dritter Angreifer. Klimowicz hatte seine erste effektive Szene allerdings auf der eigenen Torlinie. In der 71. Minute verhinderte er dort per Kopf Bremens dritten Treffer durch Naldo. Sekunden zuvor hatte Ziegler gegen Rosenberg gerettet. Der Torhüter war Dortmunds mit Abstand bester Akteur. Die schwächsten Kräfte auf dem Rasen blieben BVB-Spielmacher Giovanni Federico, der die Aggressivität eines Wattebaussches zeigte und sich erneut jeglicher Defensivarbeit verweigerte, sowie Innenverteidiger Martin Amedick. Amedick ermöglichte Mesut Özil die abermalige Chance, freistehend auf 3:0 zu erhöhen (75.). Gut, dass es an diesem Nachmittag einen Ziegler gab...  SV Werder Bremen – Borussia Dortmund 2:0 (1:0)Bremen: Wiese – Owomoyela (37. Hunt), Naldo, Mertesacker, Boenisch – Jensen – Fritz, Vranjes (82. Pasanen) – Özil – Rosenberg, KlasnicDortmund: Ziegler – Rukavina, Amedick, Kovac, Buckley – Kehl – Blaszczykowski (44. Kruska/66. Klimowicz), Tinga, Federico – Valdez (82. Hummels), PetricTore: 1:0 Rosenberg (45.), 2:0 Rosenberg (63.)Schiedsrichter: Dr. Merk (Kaiserslautern)Zuschauer: 42.100

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