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BVB entzaubert zahme Wölfe

5:1 gegen Wolfsburg

Auch im siebten Spiel innerhalb von nur 23 Tagen ließ Borussia Dortmund die Kraft nicht im Stich. Vor 80.720 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park ließ der BVB den „Wölfen“ des VfL Wolfsburg nach streckenweise berauschendem Spaßfußball keine Chance. Durch das 5:1 (2:0) springt der Deutsche Meister vor den Sonntagsspielen in der Tabelle wieder auf Rang 2.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 05.11.2011
BVB entzaubert zahme Wölfe

Kevin Großkreutz (oben) feiert den Treffer zum 3:1 durch Sven Bender (verdeckt) mit seinen Mannschaftskollegen.

Die Fülle der englischen Wochen beendete Jürgen Klopps Elf mit einer taktisch und spielerisch sehr ansprechenden Leistung. Von Kräfteverschleiß war wenig erkennbar gegen die Wolfsburger, die nicht eingespielt wirkten und auch die letzte Gegenwehr vermissen ließen. Ganz anders Dortmund, das wieder einmal durch die starke rechte Achse mit Lukasz Piszczek und Mario Götze viele Vorstöße initiierte und im 19-jährigen Jahrhundert-Talent, der nach einem Bericht der „Daily Mail“ aus England erneut in den Fokus des FC Arsenal gerückt sein soll, den Mann hatte, der als Vollstrecker der ersten guten Chance des Tages der Knotenlöser war.

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Fußball-Bundesliga: BVB - VfL Wolfsburg

Auch der VfL Wolfsburg konnte die Erfolgsserie des BVB nicht stoppen. Gegen die Wölfe gewann die Borussia am Ende verdient mit 2:0 (2:0).
05.11.2011
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Lukasz Piszczek (r.) im Zweikampf mit Josue.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (r.) im Luftduell mit Chis.© Foto: DeFodi
Kevin Großkreutz (l.) behauptet den Ball gegen Christian Träsch.© Foto: DeFodi
Mario Götze (r.) freut sich mit Shinji Kagawa über seinen Treffer zum 1:0. © Foto: dpa
Ein beeindruckendes Bild: Die Dortmunder Fans spannen vor Spielbeginn ein Banner auf. © Foto: dpa
BVB-Trainer Jürgen Klopp bedankt sich nach dem Spiel bei den Fans. © Foto: dpa
Auch Robert Lewandowski trug sich erneut in die Torschützenliste ein.© Foto: dpa
Applaudiert seiner Mannschaft: Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Sven Bender (r) stoppt Chris.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz (oben) feiert den Treffer zum 3:1 durch Sven Bender (verdeckt) mit seinen Mannschaftskollegen. © Foto: dpa
Kevin Großkreutz (l.) im Kopfballduell mit Hasan Salihamizic.© Foto: dpa
Shinji Kagawa (l.) trifft zum 2:0. Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio ist ohne Chance.© Foto: dpa
Mario Götze (M.), Moritz Leitner (l.) und Shinji Kagawa bejubeln den Dortmunder Treffer zum 1:0. © Foto: dpa
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Nach einem schnellen Einwurf von Piszczek  legte Kagawa ab auf Götze, dessen Schuss ging durch die Beine des Wolfsburgers Kyrgiakos ins lange Eck – 1:0 (12.). Dass die Gäste sich bis dahin nicht versteckt und 3:0 Ecken erspielt hatten, geriet zur Randnotiz. Denn nach dem Führungstor hatte Dortmund alles im Griff.

 BVB-Trainer Klopp kehrte gegen die Niedersachsen zum gewohnten 4-2-3-1 zurück, setzte auf der Doppelsechs wieder auf Moritz Leitner und gab Kapitän Sebastian Kehl eine Verschnaufpause, weil sich auch Sven Bender rechtzeitig fit gemeldet hatte. Im Mittelfeld-Zentrum durfte Shinji Kagawa nach einer Pause im Champions-League-Spiel gegen Piräus wieder ran. Marcel Schmelzers Direktschuss aus gut 30 Metern entschärfte Benaglio im VfL-Tor (24.), dem Schuss von Kevin Großkreutz nach guter Kopfball-Vorlage des sehr beweglichen Robert Lewandowski konnte er dann nur hinterherschauen. Der Ball ging knapp vorbei (31.). Von den Gästen war wenig zu sehen. Mario Mandzukic war bei Mats Hummels gut aufgehoben, erst nach Großkreutz‘ grobem Abspielfehler eröffnete sich dem Kroaten eine Schusschance – der Ball touchierte noch den Außenpfosten (34.).   Es war Wolfsburgs einzige Chance der ersten 45 Minuten. Dortmund hatte aber noch eine im Köcher: Bender trieb nach Ballgewinn die Kugel über 40 Meter nach vorne, Lewandowski legte millimetergenau in den Lauf von Kagawa, der ließ Benaglio mit einem platzierten Flachschuss keine Chance (45). 2:0 – ein perfekter Konter des BVB.

Mit Felipe Santana für den nach einem Kopfball-Duell mit Kyrgiakos an Nase und Augenbraue verletzten Neven Subotic musste Dortmund in der Innenverteidigung zur Pause umstellen. Gäste-Trainer Felix Magath hatte schon vor der Halbzeit den stark Platzverweis gefährdeten Jan Polak durch Hleb ersetzt. Der Weißrusse sorgte mit dem 1:2 (59.) für neue Hoffnung bei den Niedersachsen – zuvor hatte VfL-Verteidiger Chris einen Großkreutz-Schuss von der Linie gekratzt (58.). Wolfsburgs Aufschwung hielt allerdings nur ganze 120 Sekunden – Sven Bender stellte nach Piszczeks Weiterleitung per Kopf den alten Abstand wieder her und ließ erst gar keine Hektik aufkommen (61.).

 Jetzt hatte der BVB richtig Spaß an diesem Spiel – und auch den nötigen Raum. Kagawas Traumpass landete gegen die entblößte VfL-Defensive perfekt im Lauf von Lewandowski, der lupfte über den hinausstürzenden Benaglio – 4:1 (67.). Der Signal Iduna Park stand kopf.  Dortmund zauberte, Kagawa führte Tänzchen mit Ball auf – und Götze traf knochentrocken. Das 5:1 nach Vorarbeit von Piszczek setzte den Schlusspunkt (79.). Elf Schwarzgelbe hatten sich in einen Rausch gespielt- und einen hoffnungslos überforderten Gast in Weiß einfach überrannt.

BVB: Weidenfeller - Piszczek, Subotic (46. Felipe Santana), Hummels, Schmelzer - Bender, Leitner (71. Kehl) - Götze, Kagawa, Großkreutz - Lewandowski (74. Barrios)
Wolfsburg: Benaglio - Salihamidzic, Kyrgiakos, Chris, Schäfer - Träsch, Polak (40. Hleb), Josué - Ochs (56. Jönsson), Dejagah - Mandzukic
Tore: 1:0 Götze (12.), 2:0 Kagawa (45.), 2:1 Hleb (60.), 3:1 Bender (61.), 4:1 Lewandowski (67.), 5:1 Götze (78.)
Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)
Zuschauer: 80.720 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Großkreutz (1) / Chris (1), Polak (2), Salihamidzic (1), Träsch (2)

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