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Borussen funken nach 2:1 über Sandhausen neue Lebenszeichen

3. Liga

DORTMUND Drittligist Borussia Dortmund II funkt nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg über den SV Sandhausen über neue Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Zudem beendete der BVB seine Negativserie mit vier Heimniederlagen.

von Von Harald Gehring

, 04.04.2010
Borussen funken nach 2:1 über Sandhausen neue Lebenszeichen

Sebastian Hille in Aktion.

Sebastian Hille war am Ostersonntag vor 930 Zuschauern im Stadion Rote Erde der umjubelte Doppeltorschütze (27. und 41.) der Dortmunder, die vor den folgenden Auswärtsspielen in Dresden gegen Dynamo (am Mittwoch) und in München (am Samstag) gegen den FC Bayern II neuen Mut im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga schöpften. Borussen-Trainer Theo Schneider, der diesmal weder Dimitar Rangelov noch Markus Feulner aus dem Bundesliga-Kader in seinem Aufgebot hatte, üebrrascht die Sandhausener mit einer neuen  taktischen Ausrichtung seiner Mannschaft. Schneider verzichtete auf die Doppel-Sechs und vertraute einer offensiv ausgerichteten Raute. Als Doppelspitze begannen Hille und Daniel Ginczek. Außerdem nahm der Coach einen Torwart-Wechsel vor - Marcel Höttecke rückte auf die Ersatzbank, Johannes Focher (mit Gesichtsmaske) stand zwischen den Pfosten. Schneiders Planspiele gingen auf: Nach eher fahrigem Beginn mit vielen Fehlpässen, in dem die BVB-Nervosität deutlich zu spüren war, gewannen die Gastgeben ein spielerisches Übergewicht. Sebastian Tyralas Schuss war zwar nur eine Vorwarnung (25.), aber als sich Hille von Markus Piossek bedienen ließ, nutzte der Routinier im BVB-Team seine Chance mit einem Schrägschuss zum 1:0 (27.). Der SV Sandhausen blieb jedoch ein gefährlicher Gegner, Blums Schuss, den Focher mit einer Fußabwehr parierte (31.) machte das deutlich.

  Doch die Borussen blieben am Drücker, obwohl Lukas Nottbeck sehr früh ausgeschieden war (20.). "Ich befürchte einen Bänderriss im Sprunggelenk", sagte Nottbeck. Das BVB-Mittelfeld um den Sechser Marcel Großkreutz war dennoch stets präsent,  lauffreudig, zweikampfstark und besaß in Kandziora, Piossek und Tyrala weitere Trümpfe. Im Angriff setzte jedoch Hille die Akzente. Seine zweite Großchance nach Julian Kochs Kopfball-Vorarbeit drosch er noch in die Wolken (36.). Den nächsten Versuch verwandelte er allerdings clever, als er Sebastian Tyralas Steilpass aufnahm und gekonnt zum 2:0 verwandelte (41.). Erleichterung im BVB-Lager, zumal Sandhausens Top-Torjäger Regis Dorn nur vier Minuten zuvor nach einer scharfen Blum-Flanke per Kopfball aus kurzer Distanz gescheitert war. DasGefühl der Sicherheit war jedoch trügerisch. Als Sandhausens eingewechselter Mario Pokar mit einem Zufallsschuss aus rund 25 Metern zum 1:2 für den SVS verkürzte (49.), waren alle Borussen mit einem Schlag wieder wachgerüttelt. "Der Schuss wurde von Julian Koch abgefälscht, da stand ich plötzlich auf dem falschen Bein und konnte nicht mehr eingreifen", schilderte BVB-Keeper Johannes Focher den Gegentreffer, der Dortmunds Spiel aber keineswegs lähmte.

Chancen für Großkreutz nach Doppelpass mit Marcus Piossek (61.) und Hille (65.), der frei vor dem Tor noch versuchte, Piossek einzusetzen, machten das BVB-Engagement deutlich. Aber Sandhausen ließ nicht locker, Dorn scheiterte nur knapp an Focher (66.) und leitete damit eine spannende Schlussphase ein, in der die Borussen noch einmal mächtig schwitzten. Aber diesmal blieb ihren Anstrengungen der Lohn  nicht versagt. Lasse Sobiechs Armberührung mit dem Ball im Strafraum wurde nicht abgepfiffen (81.), ein fulminanter Kopfball von Sandhausens Throm fegte Zentimeter am BVB-Tor vorbei."Wir mussten den Sieg mit dieser offensiven Ausrichtung erzwingen. Es war ein richtungsweisendes Spiel mit einem verdienten Erfolg", bilanzierte Theo Schneider.

: Focher - Koch, Sobiech, Hünemeier, Vrzogic - Großkreutz - Nottbeck (20. Kandziora), Tyrala, Piossek - Ginczek (67. Kullmann), Hille (78. Stiepermann).

: 1:0 Hille (27.), 2:0 Hille (41.), 2:1 Pokar (49.)