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Borussia und die Wut im Bauch

DORTMUND Rauten und Doppel-Sechser, „flache Vier“ und hängende Spitze – Spielsysteme und Taktikdebatten gehören mittlerweile zum Fußball wie vier Pfosten und ein Mittelkreis. Borussia Dortmunds Coach Thomas Doll hat dazu eine eigene Meinung: „Entscheidend ist nicht, welche Formation man spielt, sondern wie man sie umsetzt.“

von Von Thomas Rellmann

, 19.10.2007
Borussia und die Wut im Bauch

Jubelnde Borussen - auch in Leverkusen?

Trotzdem sieht er sich vor dem wegweisenden Spiel in Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) mit der Tatsache konfrontiert, dass die Mittelfeld-Variante, die Bayer praktiziert (Fachjargon: 4-2-3-1), seiner Elf zuletzt arge Probleme bereitete. Beim 0:3 gegen den HSV und beim 1:3 in Karlsruhe kam der BVB mit der Unterzahl im Zentrum überhaupt nicht zurecht.

Der Kampf zählt

Muss nichts heißen, meint Doll, der die kämpferische Komponente ohnehin für den gewichtigeren Faktor hält. „Ich denke, die Jungs haben noch eine Menge Wut im Bauch und werden sich zerreißen. Und dann verzeihen Fans auch mal einen Fehlpass.“ Wut im Bauch ist ein gutes Stichwort. Denn hinter Doll selbst liegt eine turbulente Woche, in der er seinem Ärger, was diverse Indiskretionen betrifft, Luft machte.

      Vorwürfe, er wolle sein zu weiches Image schärfen, kontert Doll: „Ich habe einfach nur meinen Gedanken freien Lauf gelassen. Ich möchte mich nicht über diese Situation profilieren.“ Sein Vorgesetzter, KGaA-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, hat derweil seine Konsequenzen aus den Vorkommnissen der letzten Tage gezogen: „Wir werden ab sofort nicht mehr jede Entwicklung kommentieren“, teilte er am Freitag mit und wollte sich weder zu Gerüchten um eine mögliche Verpflichtung des tunesischen Verteidigers Hatem Trabelsi (31/Manchester City) noch zur Partie in Leverkusen äußern. Am Sonntag um 13 Uhr ist Watzke übrigens im DSF-Doppelpass (13 Uhr) zu Gast.

„Kuba“ noch fraglich

Ob er dann in der Schusslinie steht oder über eine Kehrtwende sinnieren darf, hängt allein an seinen Profis. Sicher scheint, dass Mladen Petric und Philipp Degen ins Team rücken und Robert Kovac den gesperrten Christian Wörns in der Innenverteidigung ersetzt. Falls für Jakub Blaszczykowski eine Rückkehr zu früh kommt, vertritt ihn Marc Kruska im Mittelfeld. Härter trifft‘s den Gastgeber. Mit Nationalspieler Bernd Schneider fehlt Bayer der wichtigste Mann.

BVB: Weidenfeller - Degen, Brzenska, Kovac, Dede - Tinga - Kruska (Blaszczykowski), Kringe - Federico - Petric, Klimowicz

  

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