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Das Spiel der Spiele

DORTMUND „Über dieses Spiel ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von jedem“ – Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc vor dem Revierderby heute um 15.30 Uhr beim FC Schalke 04.

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Derby-Erinnerung: Freis Tor zum 1:0 vom 12. Mai.

So könnten sie spielen.

Wirklich alles? Offenbar doch noch nicht, denn gestern richteten sich beide Erzrivalen in vermeintlich inniger Harmonie erneut an die Medien – mit einem offenen Brief, ratifiziert von Fußball-Helden der Vergangenheit: Rüdiger Abramczik, Ingo Anderbrügge, Ulrich Bittcher, Siggi Held, Gerd Kleppinger, Heini Kwiatkowski und Rolf Rüssmann.

In ihm heißt es deeskalierend: „Der eine oder andere Spruch im Vorfeld fehlte nie, sonst wäre das Derby langweilig. Nicht jedes Wort muss auf die Goldwaage gelegt werden. Es gibt aber Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen.“ Ein Brief, der zeigt wie groß die Furcht vor Ausschreitungen in der Stadt Gelsenkirchen ist, die in der Deutschen Triathlon-Meisterschaft heute eine weitere Großveranstaltung ausrichtet und bis 21 Uhr erhebliche Verkehrsbeschränkungen angekündigt hat.

Im Spielerlager wird vor dem Anstoß weiter gestichelt. Allerdings nur in dem der Gastgeber. „Natürlich wollen wir, dass der BVB ohne Pluspunkt bleibt“, sagt Schalkes Stürmer Gerald Asamoah. Und Fabian Ernst betonte unverhohlen, er sähe den Schlager noch immer vor dem Hintergrund des 0:2 vom 33. Spieltag der Vorsaison und dessen Begleitumständen: „Was nach dem Spiel passierte, ist noch in den Köpfen. Wenn Kollegen sich an so etwas beteiligen, trifft einen das besonders.“ Zur Erinnerung: Dortmunder Spieler hatten auf ihren Homepages T-Shirts mit hämischen Schriftzügen (u.a.: „Meister der Herzensbrecher“) verkauft.

Die Brisanz des Derbys, das heute 61 482 Zuschauer und etliche Polizisten live verfolgen dürfen, wird dadurch unterstrichen, dass die Gastgeber gestern erstmals ein Geheimtraining ansetzten. Dortmund trainiert unter Thomas Doll bereits seit geraumer Zeit am Tag vor einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit: „Damit wir Kleinigkeiten einstudieren können, die nicht jeder wissen muss.“

Im 130. Vergleich der Erzrivalen seit 1925 fehlen wichtige Stützen: BVB-Torjäger Alexander Frei (Faserriss) und Nationalspieler Sebastian Kehl (Kniereizung, für ihn spielt Marc Kruska) fallen aus. Rechtsverteidiger Philipp Degen (Sehnenreizung im Knie) absolvierte zwar die Abschlusseinheit, muss heute aber Geburtstagskind Florian Kringe weichen. Schalke kann nicht auf Sören Larsen (Lungenquetschung), und Gustavo Varela (Trainingsrückstand) zurückgreifen.

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Derby-Erinnerung: Freis Tor zum 1:0 vom 12. Mai.

So könnten sie spielen.

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