Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Dede zurück in der Startformation

Schmelzer gesperrt

DORTMUND Es war still geworden um einen der verdientesten Dortmunder Spieler der jüngeren Vergangenheit. Die Ersatzbank war zuletzt der Stammplatz des BVB-Brasilianers Dede (31). Doch am Sonntag kehrt er zurück.

von Von Dirk Krampe

, 12.04.2010
Dede zurück in der Startformation

Dede rutscht nach Marcel Schmelzers Sperre in die Startelf.

Weil Marcel Schmelzer (Gelbsperre) fehlt, wird der Dortmunder Publikumsliebling im vorletzten Saisonheimspiel gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr, Signal Iduna Park) wieder in der BVB-Startformation stehen. Es wird für Dede das erste Spiel von Beginn an seit dem 8. November 2009. Damals verdiente sich der BVB ein 1:1 in Bremen, Dede kämpfte 90 Minuten auf dem Platz, fand sich aber einige Tage später mal wieder auf dem Operationstisch von Dr. Jürgen Eichhorn in Straubing wieder. Eichhorn flickte ein gerissenes Innenband in Dedes Knie, auch der Meniskus war in Mitleidenschaft gezogen. Die Verletzung bedeutete das Ende der Hinrunde für den Brasilianer. Es war auch der Tag, an dem er endgültig seinen Stammplatz an Schmelzer (22) verlor.

Fünf Monate ist das her, „eine frustierende Zeit“, sagt der dienstälteste Dortmunder, der seit 1998 im Verein ist und sich zuvor nach einem Kreuzbandriss (August 2008) und einem Kieferbruch (August 2009) wieder zurückgekämpft hatte. „Was ich in einem Jahr an Verletzungen hatte, müssen andere in zehn Profijahren nicht hinnehmen.“ Dede hat sich nie beklagt. Auch nicht über seine ungewohnte neue Rolle. „So ein Profi war ich nie“, sagt er. „Ich habe nie etwas mit Worten gefordert.“ Mit dieser für ihn so ungewohnten Situation in dieser Weise umgegangen zu sein, mache ihn stolz, sagt Dede. „Denn ich war immer Stammspieler, habe immer Leistung gebracht. Auf der Bank zu sitzen, das kannte ich nicht.“

In dieser Saison aber ist Dede zum Dortmunder Teilzeitarbeiter geworden. Nur 13 Einsätze, nur sieben über die volle Distanz – auf der linken Außenbahn, die jahrelang sein zu Hause war, ist er links im Raketentempo von Marcel Schmelzer überholt worden. Sonntag darf Dede sich endlich wieder beweisen. Wie er mit seiner Situation umgegangen sei, habe ihm Respekt eingebracht bei den Teamkollegen und den Fans, sagt er. „Ich spüre, dass ich ihr Vertrauen habe und alle hinter mir stehen.“ Bundesligaspiel Nummer 316 für den Dortmunder Publikumsliebling schlechthin wird keins wie jedes andere werden. Nicht nur, weil er am Sonntag auch noch seinen 32. Geburtstag feiert.