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Der heimliche Kapitän ist zurück

DORTMUND Wenn Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund am Samstag bei Hannover 96 antritt, spielt die Hoffnung von Trainer Thomas Doll mit, „dass wir in unserer Entwicklung inzwischen einen Schritt weiter gekommen sind“.

von Von Sascha Fligge

, 02.11.2007
Der heimliche Kapitän ist zurück

Borussias defensiver Mittelfeldspieler Sebastian Kehl ist erkrankt.

Immerhin: Seit dem 29. September (1:3 in Karlsruhe) hat sein Team nicht mehr verloren. Es folgte der glückliche Sieg gegen den VfL Bochum (2:1), Unentschieden in Leverkusen (2:2) sowie gegen Bayern München (0:0) schlossen sich an. „Wenn wir unsere Ziele verwirklichen wollen“, sagt Doll, „helfen weitere Remis‘ jetzt nicht mehr weiter. Wir müssen anfangen zu gewinnen!“

Kehl vor Comeback

Mehr als 14 Monate nach seiner schweren Knie-Verletzung in München und zweieinhalb Monate nach dem letzten Liga-Einsatz (beim 1:3 gegen Duisburg) wird Nationalspieler Sebastian Kehl am Samstag wieder im BVB-Kader stehen. „Vor zwei, drei Wochen“, sagt Doll, „hatte er noch Probleme beim Schuss und beim Abstoppen. Inzwischen belastet er beide Beine aber wieder gleichermaßen. Wir freuen uns auf ihn.“

      Allerdings wird der WM-Dritte aller Voraussicht nach nicht für die Startelf in Frage kommen, die Doll abermals in 4-1-4-1-Ausrichtung („So stehen wir kompakter und kassieren nicht mehr so viele Gegentore“) formieren möchte. Im Verlaufe des Spiels – das deutete Doll an – könnte Kehl aber bedingt durch eine Umstellung auf ein 4-2-2 neben Tinga im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. Doll: „Kehl alleine auf der Position 6 – das wäre ein zu großes Risiko. Wettkampfbedingungen sind etwas anderes als Trainingsspielchen...“

Frei wird erneut operiert

Kehls Kollege Alexander Frei wird nicht mit an die Leine reisen. Der Schweizer muss, wie wir bereits am Donnerstag berichteten, am Dienstag in seiner Heimat an der Wade operiert werden. Bei dem Eingriff soll die in Folge seiner Hüft-Operation im Sommer zu klein gewordene Hülle des rechten Wadenmuskels geweitet werden.

Endlich neuer "Dreh"

Ob weitere Defekte vorliegen, steht noch nicht fest. „Das wird erst die OP zeigen“, sagt Doll, der am Freitag jedes weitere Wort zu der Personalie verweigerte. „Für mich“, formulierte er, „ist vor allem das Hannover-Spiel wichtig. Und die Tatsache, dass es uns im Pokal gegen Frankfurt (2:1, d. Red.) gelungen ist, zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren ein Spiel zu drehen.“

In die Verlegenheit soll sein Team am Samstag nach Möglichkeit nicht kommen. Hannover belegt mit 18 Punkten zurzeit Rang 6. Durch einen Sieg würde der BVB den Abstand auf nur noch einen Zähler verkürzen.

      

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