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Doll droht BVB mit Abschied

DORTMUND Das unwürdige Spiel um Indiskretionen und Animositäten im Hause Borussia Dortmund findet eine Fortsetzung. Am Montagmittag ging Trainer Thomas Doll (41), dessen Vertragsverlängerung über 2008 hinaus bislang vornehmlich vom Wohlwollen der BVB-Geschäftsführung abzuhängen schien, in die Offensive.

von Von Karel Chalupa und Sascha Fligge

, 16.10.2007
Doll droht BVB mit Abschied

Der Trainer zeigte sein Befremden darüber, dass inhaltliche und zeitliche Interna über vermeintliche Streitigkeiten mit KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke (48) sowie Sportdirektor Michael Zorc (45) in Zeitungen abgedruckt worden waren. Doll: „Mich ärgert, dass immer wieder neue Felder aufgemacht und Sachen rausgetragen werden. Dafür habe ich kein Verständnis. Das ist echt enttäuschend!“ Er urteilte, der BVB habe „keine gute Außendarstellung“.

Tratschkultur

Nun droht der Trainer indirekt sogar damit, im Sommer seine Koffer zu packen. Auf die Frage, ob Borussias BVB-Tratschkultur seine Zukunftsplanungen beeinflusse, entgegnete er: „Wenn ich nach vorne schaue, spielen auch diese Dinge eine große Rolle.“ Er habe „da keine Lust drauf. Das zieht zu viel Energie“.

Zuletzt hatte es Vorwürfe gegeben, Doll lasse sich von Mentaltrainer Jürgen Lohr (49) zu stark beeinflussen. Am Dortmunder Flughafen war der Trainer vor dem 1:3 in Karlsruhe offenbar wegen unterschiedlicher Auffassungen über Lohr und allzu öffentlicher Kritik an der Mannschaft (Zorc: „Weicheier-Fußball“; Watzke: „Alles zum Kotzen“) schwer mit Zorc aneinander geraten.

Watzke zeigte am Montagnachmittag Verständnis für den Ausbruch: „In einigen Dingen hat er ja Recht.“ Er, Watzke, habe aber weiter „volles Vertrauen“ zu Doll. Gerüchte über Differenzen zwischen den handelnden Personen seien „aus der Luft gegriffen“. Er plane weiterhin „im Winter mit Zorc und Doll über eine Vertragsverlängerung zu sprechen“. 

  • Borussia Dortmund hat die Mitgliederversammlung um einen Tag auf Montag, 26. November (19 Uhr), verlegt. Grund ist das Auswärtsspiel des BVB am ursprünglich geplanten Termin (Sonntag, 25. November) beim 1. FC Nürnberg. Der Bitte der Borussen, die Begegnung wegen der Mitgliederversammlung neu zu terminieren, kam die Deutsche Fußball Liga (DFL) nicht nach.
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