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Dortmund will durch die Hintertür an Glanz und Gloria

BVB steht gegen Salzburg in der Pflicht

Der FC Salzburg kommt augenscheinlich zur rechten Zeit nach Dortmund. Denn der BVB lässt zuletzt in Leipzig wieder Lust am Fußball erkennen. Und langsam aber sicher finden sie bei Borussia Dortmund Gefallen an der ehemals ungeliebten Europa League.

DORTMUND

, 08.03.2018
Dortmund will durch die Hintertür an Glanz und Gloria

Gute Laune während des Abschlusstrainings am Mittwoch: Mahmoud Dahoud (r.) und Marcel Schmelzer. © Groeger

Als die Saison auf europäischer Klubebene gerade Fahrt aufnehmen wollte, da sah sich Borussia Dortmund noch in einer anderen Rolle. Als ein Mitglied einer Mannschaft aus den exklusiven Top Ten in Europa durfte BVB-Mittelfeldspieler Nuri Sahin da unwidersprochen behaupten: "Wir sind eine Champions-League-Mannschaft."

Zwei mickrige Zähler

Doch dann blamierte sich Schwarzgelb in der Gruppenphase der Königsklasse mehrfach, am Ende standen in der Abrechnung zwei mickrige Zähler aus Punkteteilungen mit dem internationalen Leichtgewicht APOEL Nikosia. Als einer der schwächsten "Absteiger" aller Zeiten aus der Champions League erwarb sich der BVB dennoch die Starterlaubnis für die Teilnahme an der Europa League. Und langsam aber sicher finden sie in Dortmund Gefallen an dem ehemals ungeliebten Wettbewerb, der die Chance einräumt, quasi durch die Hintertür doch noch eine Portion Glanz und Gloria im kontinentalen Wettstreit einzustreichen.

"Dieser Wettbewerb", sagte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer, nachdem er seine Farben mit dem glücklichen Treffer zum 1:1 bei Atalanta Bergamo vor zwei Wochen ins Achtelfinale geschossen hatte, "ist mittlerweile sehr interessant geworden, weil viele gute und traditionsreiche Mannschaften dabei sind." Der AC Mailand und der FC Arsenal, Atletico Madrid oder Olympique Marseille zum Beispiel - es sind viele klangvolle Namen, hinter denen jeweils die Hoffnung steckt, sich über die zweitklassige Europa League (wieder) in den Vordergrund zu spielen.

Dreimal der FC Sevilla, zweimal Atletico Madrid, der FC Porto und die Engländer vom FC Chelsea und von Manchester United haben die 15 Kilogramm schwere silberne Siegertrophäe im Nachfolgerwettbewerb des UEFA-Cups und des Pokals der Pokalsieger bereits in die Höhe gestemmt. Seit 2015 garniert der Europäische Fußballverband (UEFA) den Titel mit der direkten Qualifikation für die Champions League.

Chance auf zusätzliche Einnahmen

Zwar belaufen sich die Prämien nur auf rund ein Zehntel im Vergleich mit denen in der Königsklasse, zu verachten ist die Chance auf zusätzliche Einnahmen aber nicht mehr. Erst recht nicht, wenn man als Borussia Dortmund allein aus den Heimspielen eine beträchtliche Einnahme erzielt und obendrein vom Marktpool profitiert. Ganz so schlecht, heißt es beim BVB, stehe man in der Europa League finanziell nicht mehr dar.

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BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Salzburg

07.03.2018
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BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein
BVB-Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Salzburg.© Kirchner/Rehbein

Doch bevor Borussia Dortmund auf einen kleinen Geldregen hofft und von der Gelegenheit, den letzten im Vereins-Portfolio noch fehlenden Titel einzuheimsen, muss sich sportlich noch einiges zum Besseren wenden. Nach dem verdienten Knock-out in der Königsklasse schrammten die Borussen auch gegen Atalanta Bergamo nur hauchdünn am Ausscheiden vorbei. Bislang reichte den Westfalen ein einziger Sieg bei drei Unentschieden und vier Niederlagen, um auch im März 2018 noch in den elektrisierenden Ausscheidungsduellen im Rennen zu sein. Das allein ist eine beachtliche, auch kuriose Leistung. "Ich hoffe nicht, dass das Glück aufgebraucht ist", sagte Mario Götze ehrlich nach dem schmeichelhaften Weiterkommen gegen Bergamo.

"Da brauchen wir eine Steigerung"

Nun erscheint auch Salzburg nicht als nächste unlösbare Aufgabe. Es gab den Moment, als bei der Auslosung neben Borussia Dortmund noch drei weitere Lose im Topf lagen. Eben der Serienmeister aus Österreich, und dazu der FC Arsenal mit dem Ex-Schalker Mesut Özil und dem Ex-Borussen Henrikh Mkhitaryan und Italiens Großklub AC Mailand. Dass der BVB dann den Salzburger Spross des internationalen Brauseherstellers erwischte, sorgte für zufriedene Gesichter am Rheinlanddamm in Dortmund. Es hätte weitaus schwerer kommen können.

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Nichtsdestotrotz gilt die Warnung von Spielmacher Götze vor dem Achtelfinale: "Da brauchen wir eine Steigerung. Wir haben gegen Atalanta drei Gegentore bekommen in Hin- und Rückspiel." Das sei zu viel auf dieser europäischen Ebene. Wenn es so weiter ginge, werde sich das rächen. "Wir wissen, dass es zum Finale nicht leichter wird, eher im Gegenteil. Von daher müssen wir uns definitiv steigern."

Dortmund ist gefordert

Daran, dass auch er Lust bekommen hat, sich diese Europa League noch etwas näher anzuschauen, lässt er keinen Zweifel. "Wir werden alles dafür tun, um ins Finale zu kommen." Das gelte grundsätzlich immer für jeden Wettbewerb mit entsprechendem Reglement, und damit auch für die Europa League. So wird auch für eine Mannschaft, die sich vom Selbstverständnis und von der sportlichen Qualität zur besseren Gesellschaft zählt, der Pokal der Arbeiterklasse noch zu einem attraktiven Ziel. Klubboss Hans-Joachim Watzke hatte im Sommer noch die deutschen Vertreter für das schwache Abschneiden gerügt ("Nicht die nötige Ernsthaftigkeit"). Jetzt ist der BVB selbst gefordert.

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