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„Euphorie ist unangebracht“

DORTMUND Es gibt diese Tage. Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Am Samstag war so einer – zumindest für die, die Borussia Dortmund im Herzen tragen. Das 2:2 in Leverkusen – ein Wechselbad der Gefühle, eine Partie auf ordentlichem Niveau, die Spannung inklusive offerierte.

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„Euphorie ist unangebracht“

Hand drauf: BVB-Trainer Thomas Doll (r.) bedankt sich nach dem Abpfiff in Leverkusen bei Florian Kringe.

Der späte Ausgleich durch Stefan Kießling (86.) war bitter für den BVB. Auf der anderen Seite dokumentierten die Schwarzgelben, dass sie in puncto Einsatz und Offensivgeist einen Schritt nach vorn gemacht haben. „Ich habe ein Team gesehen, das gefightet hat. Allerdings hätten wir den ganzen Laden zum Schluss nach vorn schieben müssen“, merkte Thomas Doll an.

Anstatt nach der 2:1-Führung selbst aktiv zu bleiben und über die eingewechselten schnellen Außen (Delron Buckley und Jakub Blaszczykowski) effektiv zu kontern, verpufften viele Gegenstöße schon im Ansatz. Bayer schnürte die Gäste mehr und mehr am Sechzehner fest. Deshalb war das Ergebnis auch völlig verdient.

    Auch, weil Referee Florian Meyer die Borussen in zwei Szenen bevorteilte. Theofanis Gekas stand nicht im Abseits (3.). Und kurz vor Abpfiff riss Philipp Degen ganz klar Kießling im Strafraum um – der Elfmeterpfiff blieb aber aus.

Passende Antwort

Die Enttäuschung im Dortmunder Lager war demnach rasch der Überzeugung gewichen, eine passende Antwort auf die turbulente Woche gegeben zu haben. Sportdirektor Michael Zorc wollte die Diskussionen nicht mehr vertiefen: „Ich bin mir teilweise vorgekommen wie in der Lindenstraße.“ Auch KGaA-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stimmte zu: „Eine gewisse Streitkultur muss es geben. Doch die beiden arbeiten glänzend zusammen“, sagte er über Zorc und Doll.

Die Verantwortlichen hatten tags zuvor ein Team gesehen, das nur schwer ins Spiel fand, nach etwa 20 Minuten aber den Hebel umlegte und eine der besten Offensivleistungen der vergangenen Monate zeigte. „Ich kann mich kaum erinnern, dass wir mal so viele Torchancen hatten“, meinte Präsident Dr. Reinhard Rauball. Zwei davon nutzte Mladen Petric zum 1:0 (41.) und 2:1 (54.), dazwischen lag Gekas‘ Tor (52.), vorbereitet von Paul Freier. Dass Borussias Defensive den Joker nicht in den Griff bekam, gehörte zu den Aspekten, die Doll aufarbeiten muss. „Euphorie ist unangebracht“, sagte der Coach. Und lag wieder vollkommen richtig.

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