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Fans feierten 98. BVB-Geburtstag

DORTMUND Borussia Dortmund hatte am Mittwoch Geburtstag und wurde stolze 98 Jahre alt. Einige Fans feierten das in der Gründungsgaststätte, der heutigen Imbissbude Pommes Rot-Weiß, am Borsigplatz.

von Von Johannes Franz

, 20.12.2007
Fans feierten 98. BVB-Geburtstag

Elisabeth Topol, Tochter des ersten Vereinsvorsitzenden Heinrich Unger, und Stadtdirektor Ullrich Sierau feierten den 98. Geburtstag von Borussia Dortmund.

„Der BVB ist ein toller Verein, den wir alle lieben“, versicherte Gerd Kolbe. Und machte keine Ausnahme. „Ganz gleich, ob wir 6:1 gewinnen oder auch 0:4 verlieren.“ Aus diesem Grunde ließ es sich der Stadtsprecher und Vereinsarchivar auch nicht nehmen, am vergangenen Mittwoch mit mehreren Dutzend Gleichgesinnten den 98. Geburtstag von Borussia Dortmund zu feiern.

Richtiges Ambiente

Anette Plümpe und Annette Kritzler von den Borsigplatz-VerFührungen hatten bereits zum zweiten Mal in die Gründungsstätte an der Oesterholzstraße 60 eingeladen. Einst stand dort die Gaststätte „Zum Wildschütz“, heute ist dort die Imbissbude Pommes Rot-Weiß zu finden. Genau das richtige Ambiente, um den traditionsreichen Arbeiterverein zu feiern.

Nicht leicht hatten es die Gründungsmitglieder einst. Schließlich stammten sie alle aus der katholischen Dreifaltigkeitsgemeinde, deren Kaplan Hubert Dewald den „Fußball-Bazillus“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts scharf verurteilte. „Ein Sport mit ausgesprochen dummen Begleiterscheinungen“, zitierte Kolbe den Gegner der Vereinsgründung. Es sei ein „rohes Spiel, bei dem Gesundheit und Geist Schaden nehmen“. Außerdem halte es junge Männer vom Kirchenbesuch ab. Dewald hatte in der Jagd nach Toren sogar „den Ausgangspunkt der Dekadenz“ ausgemacht.

Frieden mit der Kirche

Als der Verein in der Nachkriegszeit zu einem der erfolgreichsten Vereine der Nachkriegszeit avancierte, war der Frieden mit der Kirche längst wieder hergestellt, der BVB hatte seinen festen Platz im Herzen aller Dortmunder. Mitgefeiert hat am Mittwoch auch einer der Männer, die für diese große Zeit stehen: Helmut „Jockel“ Bracht, der 1956, 1957 und 1963 Deutscher Meister wurde.

Besonders gerührt zeigte sich Elisabeth Topol, Tochter des ersten Vereinsvorsitzenden Heinrich Unger, als die Anwesenden den ewigen Schlager „Aber eins aber eins, das bleibt bestehn…“ anstimmten: „Den hat einst mein Vater getextet.“

Für guten Zweck

Bei einer Versteigerung von signierten Fan-Utensilien nahmen die Veranstalter 650 Euro ein. Der gesamte Erlös geht an den Kindergarten „Zwergenland“ an der Kirchderner Straße 54-56.

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