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Frühes Gegentor besiegelt BVB-Schicksal

0:1 in Erfurt

ERFURT Nach dem schmeichelhaften 1:0 (1:0)-Sieg gegen aufopferungsvoll kämpfende Dortmunder war RW Erfurts Trainer Stefan Emmerling voll des Lobes für den Gegner. „Dortmund“, meinte Emmerling nach 90 Zitterminuten auf der Bank, „hat nicht wie ein Absteiger gespielt. Wir hatten eine Menge Glück.“

von Von Rene Ahrand

, 18.04.2010
Frühes Gegentor besiegelt BVB-Schicksal

Kaum Entfaltungsspielraum: Thiago Rockenbach (l.) ist Yasin Öztekin auf den Ferse

Für den BVB war dies ein schwacher Trost. Wieder gab es eine vermeidbare Niederlage, wieder nach einem frühen Rückstand. Carsten Kammlott musste am zweiten Pfosten den Ball nur noch einnicken, als nach einer Ecke von Rockenbach Jens Möckel die Kugel verlängerte. „Da passte unsere Zuordnung nicht“, ärgerte sich BVB-Trainer Theo Schneider. Dabei hätte das erste Tor auf der anderen Seite fallen müssen: Marcel Großkreutz spielte einen Traumpass auf Daniel Ginczek, Dortmunds Torjäger, der am Mittwoch gegen Aue noch getroffen hatte, lief allein auf RW-Torhüter Dirk Orlishausen zu, der aber geschickt den Winkel verkürzte (6.). Vom Rückstand zeigten sich die Gäste keinesweg geschockt. Sebastian Hille und Lukas Nottbeck mit einer Doppelchance scheiterten an Orlishausen (18.), dann segelte ein schöner Freistoß von David Vrzogic aufs Tornetz (22.).

Erfurt rettete sich mit Glück in die Pause, überließ aber auch danach den Gästen viel zu sehr die Initiative. „Dabei wollten wir das Heft in die Hand nehmen“, ärgerte sich Emmerling. Deutlich mehr Ballbesitz hatte der BVB II, allerdings gab es weniger Chancen. Sebastian Tyrala versuchte es daher aus 30 Metern und hätte Orlishausen damit fast noch überrascht (58.). RW lauerte auf Konter. Kammlott und der nach Verletzung ins Team zurückgekehrte Kapitän Samil Cinaz hätten das 2:0 machen müssen, Dortmunds Torhüter Marcel Höttecke war auf dem Posten. Als der BVB alles nach vorn warf, scheiterte der eingewechselte Boztepe am Pfosten. Das war die letzte Chance. Trainer Theo Schneider forderte: „Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben. Noch sind es nur drei Punkte.“