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Geplante Sensation als Stummfilm

Dortmund Was einst den Begriff Gipfeltreffen im Wortsinn verdiente, elektrisiert auch heute noch die Massen. Wenn der FC Bayern am Sonntag (17 Uhr) bei seinem ehemals schärfsten Rivalen in Dortmund antritt, hoffen mehr als 80 000 im seit Wochen ausverkauften Signal Iduna Park auf die große Sensation – Münchens erste Saisonpleite.

von Von Thomas Rellmann

, 26.10.2007
Geplante Sensation als Stummfilm

Diego Klimowicz setzte in dieser Woche zwei Mal mit dem Training aus.

Sollte es ausgerechnet dem BVB gelingen, dem Rekordmeister die erste Niederlage zuzufügen? Thomas Doll hält das nicht für utopisch: „Über eine ganze Saison können wir denen nicht Paroli bieten, aber in einem einzigen Spiel ist alles möglich.“ Die Einschränkung schiebt Borussias Coach direkt hinterher: „Diese Hoffnung hatten vor uns aber schon viele.“

Boykott-Ende in Sicht

Sollte dem BVB tatsächlich der Favoritensturz gelingen – kommentieren würden die Profis den Coup noch immer nicht. Denn erst am Mittwoch, nach dem Pokalspiel der 2. Runde gegen Eintracht Frankfurt, wollen die Dortmunder Kicker wieder vor die Mikrofone treten. „Mit dem Schlusspfiff endet der Medienboykott“, gab Michael Zorc gestern bekannt. Der Sportdirektor hatte in dieser Woche unter anderem mit dem Mannschaftsrat zusammen gesessen. Ergebnis: Sie wollen wieder sprechen...

  Weil sie das aber seit einem knappen Monat nicht mehr getan haben, war Thomas Doll zuletzt umso mehr gefragt. Und der ließ im Hinblick auf das Gastspiel des Spitzenreiters durchklingen, dass er vor allem im Mittelfeld auf mehr Ballsicherheit setzt. „Entscheidend ist die eigene Stärke, wir dürfen nicht so viele Gedanken daran verschwenden, wer bei Bayern alles im Kader steht“, sagt Doll und kündigt Änderungen im Vergleich zum 2:2 in Leverkusen an. „Das war einfach zu wenig, dessen müssen wir uns bewusst sein.“

Mittelfeld-Varianten

Jedenfalls sprechen Dolls Forderungen nach eigener Initiative für eine Rückkehr zur Mittelfeldraute. In der könnten die enttäuschenden Giovanni Federico und Jakub Blaszczykowski eine neue Chance erhalten, Marc Kruska müsste raus. Wirklich in die Karten blicken lässt sich Doll zwar nicht, doch die Premiere der „Doppel-Sechs“ vor eigenem Publikum wäre ein Indiz für die Orientierung am Gegner. Und das will Doll, der mit Christian Wörns anstelle von Markus Brzenska in der Viererkette plant, ja gerade vermeiden.

Der Liga-Primus taucht nahezu in Bestbesetzung auf, nachdem er beim Last-Minute-3:2 in Belgrad noch arg dezimiert war. Weltmeister Luca Toni und Martin Demichelis sind wieder fit. Nur hinter Ballzauberer Franck Ribery bleibt ein Fragezeichen. Den Star plagen muskuläre Probleme. Sein Ausfall wäre für Borussia gewiss kein Nachteil...  

 BVB: Weidenfeller - Degen, Wörns, Kovac, Dede - Tinga - Blaszczykowski, Kringe - Federico - Petric, Klimowicz

  

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