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Heftiger Flirt mit Hajnal

DORTMUND Am Samstag, in Wolfsburg, wird Borussia Dortmund eine wenig erquickliche erste Saisonhälfte abschließen. Das große Pokerspiel um die Zukunft einiger Akteure hat aber längst begonnen.

von Von Sascha Fligge und Karel Chalupa

, 13.12.2007
Heftiger Flirt mit Hajnal

Hoffentlich jubelt er nach den ersten fünf Spieltagen auch noch. Der neue BVB-Regisseur Tamas Hajnal.

Über Sebastian Kehl (27), der 15 Monate ausgefallen war und zuletzt gegen Stuttgart (2:1) und Bielefeld (6:1) zum zarten Aufschwung beitrug, heißt es ein halbes Jahr vor dem Auslaufen des üppig dotierten Vertrages pünktlich, Atletico Madrid buhle um seine Dienste. Nur in Spanien weiß man davon nichts.

Zurzeit scheint es noch so, als wäre Kehl ähnlich weit von einem Wechsel auf die iberische Halbinsel entfernt wie Schalkes Mimoun Azaouagh von einem Transfer zum BVB. Zwar ließen die Dortmunder den 25-Jährigen im Training beobachten – verpflichten wollen sie den verletzungsanfälligen zentralen Mittelfeldakteur (44 Ligaspiele, 3 Tore, 2 Vorlagen) aber keinesfalls.

Maximal 1,5 Mio. Euro für Etto

Aktuell deutet alles darauf hin, dass der Tabellen-Neunte im Winter aufgrund der ungeklärten Zukunft von Philipp Degen (24, verletzt und im Sommer ablösefrei) exakt einen Neuzugang vermelden wird: Dinamo Zagrebs schnellen und äußerst offensiven Rechtsverteidiger Etto (26). Dessen Vertrag läuft bis 2009, doch eine Ausstiegsklausel soll dafür sorgen, dass der gelernte Mittelfeldspieler, über den sein deutscher Teamkollege Georg Koch sagt, er schlage „mit rechts gute Flanken“, zu einem erschwinglichen Kurs verpflichtet werden kann. Maximal 1,5 Mio. Euro stehen im Raum. Weit aufmachen darf der BVB die Geldschatulle im Winter ohnehin nicht, weil sich die GmbH & Co. KGaA gegenüber ihrem Hauptgläubiger Morgan Stanley verpflichtet hat, keine neuen Schulden zu machen.

Zorc will sich nicht äußern

Erst im Sommer wird der finanzielle Spielraum größer sein. Dann möchte Trainer Thomas Doll seinem Mittelfeld einen neuen Spielmacher zuführen. Ein Kandidat, der mehrfach auf Herz und Nieren geprüft wurde, ist Karlsruhes Tamas Hajnal (15 Saisoneinsätze, 5 Tore, 6 Vorlagen). Ungarns „Fußballer des Jahres“, der vom Ex-Schalker Marc Wilmots beraten wird und das Interesse mehrerer Bundesligisten auf sich zieht, darf den KSC dank einer Ausstiegsklausel ebenfalls für relativ kleines Geld verlassen. Seinem jetzigen Arbeitgeber hat er bereits signalisiert, dass „es wichtig wäre, im Winter zu sprechen. Ich will die Sache nicht bis zum Sommer mit mir herumtragen.“

BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der auffallend häufig Karlsruher Spiele beobachtete und auch an KSC-Manndecker Maik Franz (26) Interesse zeigen soll, wollte sich Mittwochnachmittag nicht näher zu der Personalie äußern. Er sagte nur: „Hajnal ist ein interessanter Mann.“

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