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Kampf um den Leitwolf

MARBELLA Im Zuge von Borussias Mini-Aufschwung Anfang Dezember diente er als personifizierter Antriebsmotor. Sebastian Kehls Rolle im Kader des BVB ist unbestritten: Balleroberer und harter Zweikämpfer auf dem Rasen, Führungsfigur und Sprachrohr neben dem Platz.

von Von Thomas Rellmann

, 12.01.2008
Kampf um den Leitwolf

Sebastian Kehl bleibt bis 2012.

Als er in Wolfsburg grippegeschwächt fehlte, fielen seine Kollegen in alte Verhaltensmuster zurück Kein Wunder, dass Borussia alles daran setzen wird, den 27-Jährigen zu halten. „Wir haben vereinbart, hier in Marbella ein perspektivisches Gespräch zu führen, in dem wir ihm persönlich den Weg aufzeigen wollen und dass wir gewisse Ambitionen haben“, kündigt KGaA-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke an.

„Harter Weg“

Nach beinahe eineinhalb Jahren Leidenszeit scheint Kehl auf dem besten Wege zu alter Form. „Es war ein harter Weg zurück für mich, aber ich bin ja schon eine Weile wieder im Team“, so der Nationalspieler, der die EM im Sommer noch nicht abgeschrieben hat. Vor einer möglichen Nominierung steht allerdings neben gewiss vielen Verhandlungsrunden mit den Vereinsbossen auch eine Rückrunde, die für den Spieler wie den Klub von großer Bedeutung ist. „Jeder einzelne muss sich steigern“, betont Kehl. „Uns hat in vielen Spielen der letzte Biss gefehlt, das muss besser werden. Aber dazu hat sich sicher jeder im Urlaub seine Gedanken gemacht.“ Um die weitgehend verkorkste Vorrunde auszugleichen, schuften die BVB-Profis weiterhin in der andalusischen Sonne. „Ich bin wie der eine oder andere schon ein bisschen müde“, gesteht Kehl. „Aber es macht immer noch Spaß.“

Den konnte ihm und seinen Mitspielern auch der fehlgeschlagene Lehmann-Transfer nicht nehmen. „Ich stand mit Jens immer in Kontakt und wusste um seine private Situation und habe ihn nicht gedrängt.“ Demnächst wird Kehl selbst in den Fokus rücken. Bleibt er ein Schwarzgelber? Oder folgt er möglicherweise seinem Kumpel Christoph Metzelder (Real Madrid) ins Ausland? Spannende Wochen.

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