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Kogge hat Schlagseite

DORTMUND In Malchin – 73 Kilometer von Rostock entfernt– ist er aufgewachsen und als Profi des FC Hansa Nationalspieler geworden. Morgen kehrt der Mecklenburger Thomas Doll als Trainer der Dortmunder Borussia zurück in seine alte Heimat.

von Von Sascha Fligge

, 31.08.2007
Kogge hat Schlagseite

Suchen heute in Rostock drei Punkte: Borussia Dortmunds Mladen Petric (links), Florian Kringe.

Er spricht vor dem Anstoß (15.30 Uhr) von „einem besonderen Spiel für mich“. Und betont: „Ich kenne Hansa sehr gut, war zu Zweitliga-Zeiten einige Male montags an der Ostsee und habe die Partien beobachtet.“

Doll ist im Thema. Zumal in Torhüter Stefan Wächter und dem zuletzt von Coach Frank Pagelsdorf ausgemusterten Christian Rahn zwei Akteure im Rostocker Kader stehen, die Doll bereits als Verantwortlicher des Hamburger SV unter seinen Fittichen hatte. Gerade Wächter, der an den ersten beiden Spieltagen große Probleme offenbarte, dürfte in Dolls Analysen breiten Raum eingenommen haben – denn der BVB-Coach kennt die Schwächen des 30-Jährigen genau. Unter seiner Leitung wurde aus Hamburgs Nummer 1 vor einem Jahr die Nummer 3.

Gespannt sein darf man, wie Doll mit den sich bietenden personellen Optionen in seinem eigenen Kader umgehen wird. Marc Kruska ist zwar „entsperrt“, wird aber im defensiven Mittelfeld vermutlich dem Brasilianer Tinga von der Bank aus zuschauen müssen. Hinter den Spitzen ist neben Giovanni Federico („Ich habe mich im Training angeboten“) auch Mladen Petric eine Option. Der könnte – wie Nelson Valdez – allerdings ebenso gut an der Seite von Diego Klimowicz stürmen. Dem Argentinier rechnet Doll an, mit seinen beiden Toren gegen Cottbus (3:0) „ein Ausrufezeichen gesetzt“ zu haben.

Agali kommt zurück

Hansa (3 Spiele, 0 Punkte, 1:6 Tore) steht bereits früh in der Saison mit dem Rücken zur Wand. Hoffnungen setzt Pagelsdorf vor allem in Türkei-Rückkehrer Victor Agali, der gegen Borussia Dortmund in seiner Laufbahn schon zwei Mal getroffen hat. „Da kommt ein Dobermann und kein Pudel“, betonte der Trainer im Rahmen der Vorstellung des Nigerianers. Agalis gute Zeiten scheinen allerdings längst vorbei. Für Erciyespor und Ankaragücü erzielte der 28-Jährige in 42 Spielen noch acht Tore. Klingt dann doch eher nach Pudel.

Und ein solcher fehlte auf der orientierungslos im Bundesliga-Fahrwasser umher dümpelnden Hansa-Kogge gerade noch. Der Klub hat Probleme genug: In Yelen (21), Cetkovic (24) und Kern (28), allesamt Garanten des Aufstiegs, haben sich diverse ehemalige Leistungsträger dem Tempo im Oberhaus noch nicht angepasst. Thomas Doll wird‘s recht sein. Der BVB-Trainer trifft  übrigens auf einen echten Kumpel: Stefan „Paule“ Beinlich (35). Dessen beste Zeiten sind zwar auch längst vorbei. Doch für einen genialen Freistoß ist der Ex-Nationalspieler (5 Länderspiele) immer noch zu haben.

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