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Kommentar: Keine Kloses, keine Tonis

Der Nutzer im Online-Forum fand am Sonntag Abend schnellen Trost. Keine Stunde, nachdem Borussia Dortmunds 1:3-Auftaktniederlage besiegelt war, postete er: „Der VfB Stuttgart ist im letzten Jahr doch auch mit einem Heimdebakel gestartet...“

von Von Thomas Rellmann

, 13.08.2007

Galgenhumor – in diese Schublade kann man den Beitrag getrost schieben. Keine Frage, die Saisonpremiere war für alle Anhänger der Schwarzgelben ein Stück weit desillusionierend. Aber reine Schwarzmalerei nach einem Vierunddreißigstel der Spielzeit ist ebenso unangebracht wie die von Teilen des Umfelds überzogene Erwartungshaltung vor dem ersten Anstoß der Saison 2007/08.

Die Fakten: Der BVB hat eine sehr ordentliche Vorbereitung hinter sich und eine Menge Euphorie unter den Fans ausgelöst. Aber dass die Phase der Tests und Trainingsspiele völlig wertlos ist, sobald es um Punkte geht, wussten alle schon vorher. Genauso, dass Petric, Blaszczykowski und Federico ein anderes Kaliber als Toni, Ribery und Klose verkörpern und sich erst in einer Top-Liga beweisen müssen.

Fakt ist aber auch: Thomas Doll hatte sechs Wochen Zeit, um das schlagkräftigste Team aus den ihm zur Verfügung stehenden Profis zu konstruieren. Da wäre es möglicherweise fatal, wenn der Trainer nach einer schwachen Partie seine komplette Elf umkrempeln oder die von ihm ausgegebene und einstudierte Taktik über den Haufen werfen würde. Soviel Vertrauen muss man Doll einfach zugestehen.

Der Vorteil gegenüber der Vorsaison liegt allerdings auf der Hand: Der BVB hat wieder Alternativen. Sieben oder acht Kicker mit dem Anspruch „Stammspieler“ scharren mit den Hufen. Das war bislang anders. Wer im Team war, blieb im Team – mangels Konkurrenz. Für die Degens, Kovacs und Tingas heißt das nun schlicht und ergreifend: Viele solcher Partien wie gegen den MSV dürfen sie sich nicht leisten. Das wissen sie auch. Also, so die Hoffnung der Verantwortlichen, werden sie sich steigern. Eine einfach Rechnung. 

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