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Lehmann: BVB verhandelt in London

DORTMUND Borussia Dortmunds Jagd auf Nationaltorhüter Jens Lehmann (38, wir berichteten) geht in die alles entscheidende Phase. „Wir haben uns entschlossen, dass ab sofort keiner der BVB-Verantwortlichen einen Kommentar zu diesem Thema abgeben wird“, sagte Hans-Joachim Watzke (48) am Donnerstag Mittag.

von Von Sascha Fligge

, 27.12.2007
Lehmann: BVB verhandelt in London

Nach dem Willen der BVB-Bosse hebt Jens Lehmann bald wieder für die Borussia ab.

Wenige Stunden später war der KGaA-Chef telefonisch nicht mehr zu erreichen – unsere Zeitung erfuhr: Watzke und Michael Zorc (45) reisten persönlich auf die Insel, um mit Lehmann vor Ort zu verhandeln. Der Sportdirektor („Logisch, dass der Name Lehmann mit uns in Verbindung gebracht wird“) hatte eigens seinen Skiurlaub in Österreich unterbrochen.

Lehmann, der beim FC Arsenal 2,4 Mio. Euro netto plus Prämien verdienen soll, sportlich aber nur noch zweite Wahl ist, wird von der englischen Yellow Press seit Wochen verspottet – zu allem Überfluss geriet nun auch seine Familie in die Schussbahn. Sohn Lasse (11), so Lehmann, habe sich im Rahmen eines Schulrugby-Spiels von einem Kontrahenten anhören müssen, er sei ein „Bloody German Nazi“ („Verdammter deutscher Nazi“).

Wolfsburg kassiert Absage

Neben dem BVB bemüht sich auch Bundesliga-Konkurrent Wolfsburg mit dem VW-Konzern im Rücken um eine Verpflichtung Lehmanns, hat aber dem Vernehmen nach zunächst eine Absage kassiert. Der VfL degradierte vor wenigen Wochen Stammkeeper Simon Jentzsch (31), Dortmund muss vermutlich mehr als vier Monate auf den an der Schulter operierten Roman Weidenfeller (27) verzichten.

Letzterer weilte am Donnerstag bei seinen Eltern im Westerwald und hatte von offizieller Seite noch nichts über das BVB-Interesse an Lehmann gehört. „Mir ist das auch egal. Ich muss jetzt erstmal zusehen, dass meine Schulter wieder funktioniert“, sagte Weidenfeller, der von 2002 bis 2003 hinter Lehmann die Nummer 2 beim BVB war und sich damals hitzige Wortgefechte mit ihm geliefert hatte...

Hinkel blockiert Sevilla

Auch die Entscheidung im Fall Andreas Hinkel steht weiter aus. Sein Arbeitgeber FC Sevilla soll die erste BVB-Offerte (rund zwei Mio. Euro) laut spanischen Medienberichten abgelehnt haben, weil Celtic Glasgow das Doppelte für den Rechtsverteidiger aufwirft. Zorc dementiert allerdings: „Wir wissen nichts von einer Absage.“

Hinkel selbst hat den Spaniern inzwischen signalisiert, dass er sich für den Fall einer ausbleibenden Einigung mit dem BVB bis zum Vertragsende im Juni 2010 überhaupt nicht transferieren lasse – was ganz und gar nicht im Sinne des Sevilla-Managements wäre. Watzke betonte gestern: „Mein Gefühl sagt mir, dass wir weiter gute Karten haben.“ Dann reiste er nach London. Das ganz große Pokerspiel hat offenbar begonnen.

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