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Madrid-Spiel die größte Herausforderung für BVB

Champions League

MADRID Die BVB-Spieler sind sich einig: Es sei die "bisher größte Herausforderung für diese Mannschaft", sagt Mats Hummels, "eine tolle Sache für alle", erwartet Sebastian Kehl. Gegner Real Madrid steht stattdessen unter sportlichem Druck - und Trainer Jose Mourinho sogar unter medialem Beschuss.

von von Dirk Krampe

, 05.11.2012
Madrid-Spiel die größte Herausforderung für BVB

Da machen die Real-Stars Augen: Der BVB bejubelt im Hinspiel den Siegtreffer von Marcel Schmelzer.

Der Air-Berlin-Flieger AB1008, der Borussia Dortmund am Montag auf direkter Route von Dortmund aus zum Champions-League-Spiel  bei Real Madrid brachte (6. November, 20.45 Uhr, live bei Sky) war mit 168 Passagieren an seiner Kapazitätsgrenze. Für einen hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp aber einen Platz freigehalten.Dass Sven Bender im Rückspiel des BVB bei den Königlichen wieder zum Kader stößt, war gestern unzweifelhaft eine gute Nachricht. Dortmunds Sechser hat seine Wadenverletzung auskuriert und am Sonntag problemlos mit den Reservisten trainiert. Damit ist er eine echte Option für Klopp.

 Im Estadio Santiago Bernabeu erwartet den Tabellenführer der „Todesgruppe“ heute Abend der emotionale Ausnahmezustand. Für die meisten Spieler ist es eine neue Erfahrung. BVB-Kapitän Sebastian Kehl, dessen Spezialmaske mit im Dortmunder Reisegepäck war und der das eigens angefertigte Stück dann beim Abschlusstraining testete, rechnet „mit einem Hexenkessel. Aber das wird eine tolle Sache für alle.“  Dortmunds Ausgangslage vor dem Rückspiel ist beinahe optimal. Freilich sei das eine oberflächliche Betrachtung, wie Präsident Dr Reinhard Rauball hervorhob: „Die Situation ist komfortabel, aber auch trügerisch“, meinte er.Nach dem 2:1 in Dortmund, das in Madrid ein mediales Erdbeben auslöste, wird der BVB heute auf eine aggressiv auftretende Real-Elf treffen. „Für uns“, meinte Innenverteidiger Mats Hummels, „wird das die größte Herausforderung, der wir uns bislang stellen mussten.“

 Kurz zuvor hatte Jose Mourinho das große Loblied auf den Deutschen Meister gesungen, was sicher ein taktischer Zug, vielleicht ja aber auch beeinflusst war vom Negativ-Erlebnis vor zwei Wochen. „Wenn Borussia Dortmund die Gruppenphase übersteht“, meinte er, und spätestens da genoss er die Aufmerksamkeit aller, „dann können sie die Champions League auch gewinnen.“ Klopp, damit konfrontiert, verlor tatsächlich kurz die Fassung: „Das überrascht mich jetzt“, sagte er, „aber ehrlich gesagt, darüber haben wir uns nur wirklich noch keine Gedanken gemacht.“  Madrids Trainer sah sich auch gestern mit Nebenkriegsschauplätzen konfrontiert: Sein Zwist mit dem Trainer von Reals B-Elf, ein nicht wahrgenommener PR-Termin – die Fragen drehten sich weniger um die Partie heute, die spanischen Medien haben sich auf den charismatischen Portugiesen eingeschossen. Als er auch noch gefragt wurde, warum das Stadion nicht ausverkauft sein wird, rang Mourinho um Beherrschung. Und meinte bissig: „Für die Wirtschaftskrise in Spanien bin ich nun wirklich nicht verantwortlich.“  Der Druck bei Real ist riesengroß – dem BVB kann das nur recht sein.  

So könnten sie spielen:
BVB: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan, Kehl - Götze, Reus, Großkreutz - Lewandowski
Real: Casillas - Sergio Ramos, Pepe, Raul Albiol, Arbeloa - Modric, Xabi Alonso - di Maria, Özil, Cristian Ronaldo - Higuain

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