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Mertesacker: Hummels für Deutschland!

BVB gegen Bremen

DORTMUND Am Samstag (15.30 Uhr) spielt Bremen im ausverkauften Dortmunder Stadion gegen den BVB. Es ist ein Duell, das im Umfeld der Werderaner zum „Finale um die Champions League-Qualifikation“ hochstilisiert wird. Bremen (48 Punkte) weist als Fünfter einen Punkt Rückstand auf den BVB (49) und fünf auf Leverkusen (53) auf.

von Von Sascha Fligge

, 02.04.2010
Mertesacker: Hummels für Deutschland!

Treffen auch am Samstag aufeinander: Lucas Barrios (r.) und Naldo.

„Die wollen uns mal eben so mitnehmen und dann Bayer jagen“, vermutet Dortmunds Trainer Jürgen Klopp (42). Die Borussia beschäftigt sich nicht mit der Königsklasse. Lediglich auf Anfrage und betont allgemein gehalten, rechnet Sportdirektor Michael Zorc vor, dass ein deutsches Team, das die Gruppenphase des Fußball-Jetsets erreiche, mit „rund 20 Millionen Euro rechnen“ könne – „im Vergleich zur Europa League also ein Mehrfaches.“ Dortmund und Bremen – zwei Klubs mit unterschiedlichen finanziellen Voraussetzungen. Angenommen, Werder hielte das sportliche Niveau der vergangenen Jahre, „bräuchten wir fünf bis sieben Jahre hintereinander einen internationalen Wettbewerb, um gleichzuziehen, die Hälfte davon in der Champions League“, macht der Dortmunder KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke am Beispiel des Personaletats deutlich.

Die Borussia zahlt aktuell 32 Millionen an Gehältern, die Bremer rund 15 Millionen Euro mehr. Seit dem Ende seiner fetten Jahre hat der BVB in einer Saison nie mehr als fünf Millionen Euro netto für neue Spieler ausgegeben, Werder zahlte im Sommer allein für Marko Marin 8,2 Millionen Euro und verpflichtete zudem den Topverdiener Claudio Pizarro (FC Chelsea). In Punkten schlägt sich der immense Aufwand bislang nicht nieder. Nach den jüngsten drei abgeschlossenen Halbserien lag der BVB (29, 30 bzw. 30 Zähler) jeweils vor Bremen (26, 19, 28). Was auch daran liegt, dass Werder stets gefährdet ist, sich eine Komfort-Ausgangslage durch defensive Schlampigkeit zu zerstören. „Wir wissen, was wir können, aber dafür brauchen wir totale Konzentration“, sagt Per Mertesacker.

Der Bremer trifft am Samstag womöglich auf seinen künftigen Nationalteam-Partner, Dortmunds Mats Hummels (21). „Wenn seine Entwicklung ansatzweise so weitergehen sollte, wird es wohl dazu kommen“, sagt Mertesacker, glaubt aber offenbar nicht daran, dass Hummels noch auf den WM-Zug aufspringt. „Es kommt für einen jungen Spieler wie ihn allerdings auch nicht auf das eine oder andere Jahr an“, meint der Bremer und prophezeit: „Mats Hummels wird in den nächsten Jahren nicht nur für Dortmund, sondern auch für Deutschland eine gute Rolle spielen!“