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Michael Zorc: "Krasse Gegensätze hautnah erlebt"

JAKARTA Der Monsunregen machte auch Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc (45) zu schaffen. Mit einem Badehandtuch auf dem Kopf brachte er die Wasserschlacht im Nationalstadion gegen Indonesien (1:0 für den BVB) hinter sich. Sein Fazit der Reise nach Jakarta fiel positiv aus. Auch, weil die Borussia in Südostasien kräftig Kasse gemacht hat.

von Von Sascha Fligge

, 21.12.2007
Michael Zorc: "Krasse Gegensätze hautnah erlebt"

Michael Zorc ist mit dem Ergebnis der Reise zufrieden.

Herr Zorc, die PR-Reise nach Indonesien ist beendet. Fußballerisch hat der BVB die Fußballfans des viertgrößten Landes der Erde nicht überzeugen können. Ein Makel? Michael Zorc: Nein. Die Reise war eine gute Sache. Natürlich hätten wir gerne mehr als nur ein Tor geschossen, aber Chancen haben wir uns etliche herausgespielt. Die Verantwortlichen der Deutschen Fußball Liga sagen, dass wir die Bundesliga professionell präsentiert haben. Es ging ja nicht nur um das Spiel, sondern auch um die PR-Auftritte am Rande.

Das Interesse am BVB hielt sich allerdings in Grenzen. Das Nationalstadion fasst 100 000 Zuschauer, rund 20 000 waren da. Zorc: Das ist doch eine Menge Holz. Auch in Indonesien war Ferienanfang, dazu der starke Monsunregen. Da müssen Sie erstmal 22 000 Leute zum Fußball ins Freie ziehen.

Wie zufrieden stellend sind die wirtschaftlichen Rahmendaten der Dienstreise? Zorc: Das war die bestdotierte Freundschaftsspiel-Reise, die Borussia Dortmund je unternommen hat. Aber in erster Linie ging es darum, die Bundesliga zu repräsentieren, um unsere Auslandsvermarktung voran zu bringen, die italienische Serie A und die spanische Primera Division in der Gunst der Indonesier zu überholen – und sich als Nummer 2 hinter Englands Premier League zu positionieren. Wir sind in dieser Hinsicht auf einem guten Weg. Aber dass Auftritte wie dieser keine Eintagsfliege sein dürfen, ist allen Beteiligten klar. Für uns als Klub gilt: Ein paar Tage in Jakarta haben dazu geführt, dass wir in einem Riesenland das bekannteste deutsche Team hinter Bayern München sind. Ein dickes Image-Plus.

Das Riesenland Indonesien plagen gewaltige Probleme. Erdet so eine Reise? Zorc: Es ist jedenfalls gut, dass unsere Spieler diese krassen Gegensätze hautnah erlebt haben. Da sind diese wahnsinnigen Fünf-Sterne-Hotel-Hochhäuser. Dann schaust du nur kurz aus dem Fenster – und siehst plötzlich wie bescheiden und verarmt Menschen auch leben können. Eine eindrucksvolle Erfahrung für jeden von uns.

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