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Müllers Schelte beweist: Doll ist ein kleiner Prophet

DORTMUND Thomas Doll hat Weitblick. „Ruhe wird es in Dortmund eh nie geben“, prophezeite er nach dem 2:1-Sieg in Stuttgart. Und behielt früher Recht als ihm lieb sein kann. Am Mittwoch veröffentlichte das Wirtschaftsmagazin „Capital“ vorab ein Interview mit Werner Müller, dem Vorstandschef von Hauptsponsor Evonik.

von Von Thomas Rellmann

, 05.12.2007
Müllers Schelte beweist: Doll ist ein kleiner Prophet

Martin Amedick (l.) spielt von Anfang an.

Darin übt der frühere Wirtschaftsminister, der auch im Beirat von Borussia Dortmund sitzt, scharfe Kritik am Kampfgeist der BVB-Profis. Ein Auszug: „Die Mannschaft muss attraktiver spielen. Sie muss nicht immer gewinnen, aber wir wollen Einsatz und Leidenschaft sehen. Und sie muss mehr kämpfen. Das ist viel zu selten der Fall.“

Nun ist nicht davon auszugehen, dass derlei Aussagen Trainer Doll und seine Profis in ihrer Arbeit beeinflussen. Die Passagen belegen aber: Das BVB-Umfeld ist und bleibt ein schwieriges. KGaA-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betont allerdings: „Werner Müller hat ja nicht Unrecht. Er hat seine Meinung geäußert und ich verstehe das als Appell an die Mannschaft.“

Ein Hauch Kontinuität

Die bereitet sich derweil auf das Flutlichtspiel gegen Arminia Bielefeld vor (Freitag, 20.30 Uhr). Und wird vermutlich in der gleichen Formation auflaufen wie beim VfB – es wäre erst die zweite Partie der Saison, in der Doll ohne Änderung auskommt. Eine Einsatzgarantie erhielt am Mittwoch Martin Amedick, dem in Ostwestfalen übrigens Interesse der Arminia nachgesagt wird. Doll: „Er wird wieder auflaufen.“

Schlechte Karten

Schlechte Karten also für Markus Brzenska, der wie Diego Klimowicz seine Sperre abgesessen hat, und auch für Kapitän Christian Wörns (Doll: „Er bleibt ein wichtiger Bestandteil“).

Leicht getan haben sich die Dortmunder zuletzt selten gegen vermeintliche Underdogs. Top-Torjäger Mladen Petric sagt aber: „Wir dürfen nicht nur dann, wenn wir nichts zu verlieren haben, überzeugen, sondern müssen das auch gegen Gegner wie Bielefeld zeigen. Mit solchen Themen haben wir uns auch in unserem Gespräch in Stuttgart befasst.“ Klingt, als gelobe da ein ganzes Team Besserung.

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