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Noch drei Siege bis Berlin

DORTMUND Zwölf Mal schied Borussia Dortmund seit dem Pokaltriumph anno 1989 in der ersten oder zweiten DFB-Pokalrunde aus – ein Trauma. Gestern blieb dem BVB der 13. K.o. erspart. Gegen Eintracht Frankfurt gewann der Klub nach schwachem Start dank des starken Mladen Petric mit 2:1 (0:1).

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Noch drei Siege bis Berlin

Traf erneut: Mladen Petric

Während der ersten 45 Minuten konnte das Team von Trainer Thomas Doll allerdings zu keiner Zeit an die Leistung des Bayern-Spiels vom vergangenen Sonntag (0:0) anknüpfen. Lediglich der Brasilianer Tinga als zentral-defensiver Mann des 4-1-4-1-Systems, sowie die zunächst einzige nominelle Spitze Mladen Petric, genügten höheren Ansprüchen.

Amanatidis trifft

Der Gast ging bereits in der zwölften Minute in Führung: Spycher flankte unbedrängt von der linken Seite, Dortmunds Innenverteidiger Robert Kovac verlor das Luftduell mit Amanatidis, und der (haltbar wirkende) Kopfball des Griechen senkte sich hinter BVB-Torhüter Marc Ziegler ins Netz – 0:1. Kyrgiakos (16.) und Takahara (33.) vergaben nach Abwehrschnitzern der Gastgeber früh die mögliche Vorentscheidung. „Wir haben unsere Konter nicht sicher genug abgeschlossen“, klagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel.

Doll wechselt System

Bei den Hausherren strahlte nur Petric Gefahr aus. Seinen Schuss aus 16 Metern parierte Kyrgiakos auf der Linie (14.), Petrics Volleyabnahme einer Dede-Flanke entschärfte Torhüter Pröll (34.). BVB-Trainer Thomas Doll, der „körperlosen Fußball“ bemängelte, reagierte zur Pause: Nelson Valdez, im Mittelfeld nie zwingend, räumte seinen Platz für den langen Diego Klimowicz. Das 4-1-4-1 wich einer 4-4-2-Ausrichtung. Gerade hatte sich die neue Formation gefunden, da flankte Delron Buckley von rechts, Prölls unglückliche Parade gegen Brzenska landete schließlich wieder am Körper des Borussen. Und irgendwann im Tor – 1:1 (47.). Ein Billardtreffer.

Achtes Pflichtspiel-Tor

Der BVB war nun wieder im Spiel. Und wie: 15 Minuten nach dem Ausgleich verwertete Petric seine dritte Großchance der zweiten Halbzeit. Ein kurzer Sprint ins Zentrum, ein Schuss aus 20 Metern, und die Kugel schlug im rechten Eck ein (Doll: „Traumtor“). Sechs Treffer hat der Kroate bislang in der Liga erzielt, zwei im DFB-Pokal. Der für 3,5 Mio. Euro im Sommer aus Basel gekommene Angreifer entpuppt sich immer mehr als Top-Einkauf. In der Schlussphase setzte Funkel alles auf eine Karte, brachte in Meier (75.) und Thurk (87.) frische Offensivkräfte – doch Ziegler, der den gesperrten Roman Weidenfeller ersetzte, musste nicht mehr hinter sich greifen. Der BVB hofft nun auf ein weiteres Heimspiel im Achtelfinale. Und auf hohe Einnahmen. Alleine die gestrige Partie bescherte dem Klub 450 000 Euro netto. Wichtiger für Doll: „Nach langer Zeit haben wir wieder einen Rückstand aufgeholt und überwintern im Pokal.“

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