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Nur 1:1 gegen Berlin

DORTMUND Im DFB-Pokal ist Borussia Dortmund auf dem Weg nach Europa – in der Liga indes klebt der Klub wie mit Pattex fixiert weiterhin im tristen Niemandsland fest. Durch das 1:1 (1:0) gegen Hertha BSC Berlin verpasste es der BVB am Freitagabend, den Hauptstadt-Klub im Klassement zu überholen.

von Von Sascha Fligge

, 07.03.2008
Nur 1:1 gegen Berlin

Bauchlandung: Dortmunds Valdez, Herthas Fathi.

BVB-Trainer Thomas Doll hatte vor dem Anstoß tief in die Taktikkiste gegriffen. Das von ihm geliebte 4-4-2 mit Raute („So fühlt sich meine Mannschaft am wohlsten“) wich einem 4-2-3-1. Grund: Die Hertha, zweitbestes Team der Rückrunde, bietet nominell ebenfalls sechs Mittelfeldspieler auf (3-4-2-1) und schafft gegen Rauten-Formationen häufig Überzahl. Doll trug der Ausrichtung des Gegners also Rechnung. Im rechten Mittelfeld lief Angreifer Nelson Valdez auf. Blaszczykowski, Kringe und Kruska fehlten verletzt. Viele Fehlpässe All die System-Anpassungen änderten allerdings nichts daran, dass beide Mannschaften den 69 400 Zuschauern 45 Minuten lang ein einschläferndes Fußballspiel boten. Unzählige Fehlpässe verzeichnete sowohl Dortmund als auch Berlin. Beim BVB kam hinzu, dass sich die Elf in der neuen Formation nicht wohl fühlte. Tinga und Sebastian Kehl harmonierten im defensiven Mittelfeld kaum einmal, Mladen Petric hatte auf der linken Bahn anfangs Schwierigkeiten und zog zunehmend nach innen. Die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen stimmten ohnehin selten.  Seltener noch waren die Torchancen. Drei gute gab es in Hälfte eins: Nach einem Ballverlust von Antonio Rukavina gegen Berlins Ebert klärte Torhüter Marc Ziegler mit einer Klasse-Parade gegen Pantelics Außenristschuss (19.). Auf der Gegenseite fischte Hertha-Keeper Drobny einen Kopfball von Christian Wörns aus dem Torwinkel (30.). Sekunden vor dem .Pausenpfiff jubelte der Dortmunder Anhang schließlich doch noch: Exakte Flanke von Delron Buckley, Kopfball Kehl – 1:0 (45.). Wörns' Querschläger Lange Bestand hatte die Führung allerdings nicht: Wörns‘ Querschläger landete direkt bei Pantelic – und der hatte frei vor Ziegler keine Mühe, die Kugel im langen Eck unterzubringen. 1:1 (50.), das elfte Saisontor des Berliners, der wenig später Rot sah. Aus zunächst undurchsichtigem Grund. Jedenfalls nahm Schiedsrichter Babak Rafati die Entscheidung nach kurzer Besprechung mit seinem Assistenten wieder zurück, entschuldigte sich per Handschlag bei Pantelic und schickte den wild protestierenden Hertha-Trainer Lucien Favre auf die Tribüne. Offenbar hatte dieser – und nicht Pantelic – unschöne Worte von sich gegeben. Eine Posse.  Richtig spannend wurde es in der Folge nicht mehr. Berlin fand das 1:1 dufte, Dortmund war selten zwingend. Nach lediglich 29 Punkten aus 23 Partien kann in der Tat nur noch der Pokal die Saison retten. "Wir treten auf der Stelle. Nichts bewegt sich", sagte Trainer Thomas Doll, "das war heute wieder einmal viel zu wenig."

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