Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Pechvogel Mehmet Akgün

DORTMUND Selbst die schönsten Serien pflegen einmal zu reißen – diese bitter-banale Fußball-Weisheit drängte sich völlig unvermutet ins Bewusstsein der Regionalliga-Mannschaft von Borussia Dortmund, die am Samstag beim Aufsteiger RW Oberhausen mit 1:3 (1:1) unterlag.

von Von Harald Gehring

, 06.10.2007
Pechvogel Mehmet Akgün

Stellt sich der Konkurrenz: Martin Amedick.

Dabei schien am Samstag zunächst nichts auf die erste Niederlage nach fünf Punktspielen hinzuweisen. Der BVB trat fast in Bestbesetzung an; einzig Christopher Nöthe fehlte.

Oberhausener Zweikampfhärte

Aber Namen allein garantieren auch noch keinen Dreier. In Oberhausen fanden die Borussen einfach nicht zu ihrem Spiel, kamen mit der robusten Zweikampfhärte von RWO nicht zurecht und wussten selbst aus dem Führungstor durch Sahr Senesie (17., vierter Saisontreffer) kein nachhaltiges Kapital zu schlagen.

Oberhausens Jens Müller per direkt verwandelten Freistoß, der vom Innenpfosten ins Netz sprang (28.), gelang noch vor der Pause das 1:1. Die Borussen, die bis dahin die Partie offen gehalten hatten, traf das bis ins Mark. Nichts gelang mehr, Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe bestimmten die BVB-Aktionen. Erst nach der Pause bahnte sich Besserung an.

Fehler in der Abwehr

Aber gerade als sich die Dortmunder einigermaßen zu finden schienen, leistete sich die Abwehr eine ganze Kette von Patzern, die Mehmet Akgün noch krönte: In Ballbesitz verzichtete er auf den rettenden Befreiungsschlag und wurde prompt bestraft. Akgün verlor den Ball und Jens Robben schoss für RWO das 2:1 (56.).

Der BVB bemühte sich jetzt, die drohende Niederlage abzuwenden, die eingewechselten Yasin Öztekin und Sebastian Tyrala sorgten für frischen Schwung. Und endlich boten sich auch Chancen, aber Tyrala verpasste zweimal aus kurzer Distanz (74., 76) und Sebastian Hille, dem am Samstag so gut wie nichts gelang, traf nur das Außennetz (64.).

Amedick stürmt neben Senesie

Mehr Glück hatten die Kleeblätter. Gegen die entblößte BVB-Abwehr – Martin Amedick war in die Spitze neben Senesie gerückt – köpfte Müller noch das 3:1 (87.) für RWO. Dem hatte der BVB nichts entgegen zu setzen. Wohl kämpften die Borussen redlich, doch alles blieb Stückwerk, von kontrolliertem Kombinationsfußball keine Spur. Nicht ein Spieler empfahl sich für höhere Aufgaben in der Bundesliga. Auch Martin Amedick nicht. 

BVB:Höttecke - Hillenbrand, Amedick, Hünemeier, Akgün - Hille (85. Buttgereit), Gordon (62. Tyrala), Großkreutz, Vrzogic (59. Öztekin) - Ricken - SenesieTore: 0:1 Senesie (17.), 1:1Müller (28.), 2:1 Robben (56.), 3:1 Müller (87.)

Lesen Sie jetzt