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Ricken-Transfer geplatzt

DORTMUND Borussia Dortmunds Fußballdenkmal Lars Ricken stand nach Informationen von ruhrnachrichten.de unmittelbar vor einem Transfer in die Major League Soccer.

Ricken-Transfer geplatzt

Spielt sich zu selten Chancen heraus: Lars Ricken.

Es ist nicht das Jahr der lebenden Champions-League-Legende Lars Ricken (31). Erst musterte ihn Dortmunds Trainer Thomas Doll aus, dann trudelten keine Angebote aus den deutschen Ligen ein – und nach Informationen unserer Zeitung platzte nun in allerletzter Sekunde ein Wechsel in die USA.

Was kaum jemand wusste: Ricken (301 Bundesligaspiele, 49 Tore, 32 Torvorlagen) und sein Berater Kon Schramm hatten bereits Einigung mit „New England Revolution“ erzielt, dem Tabellenführer der Eastern Conference in der Major League Soccer. Der offensive Mittelfeldspieler hätte in Boston einen Vertrag zum 31. Dezember 2008 unterschrieben. Alles schien geregelt.

Schon gestern Abend wäre Ricken in den Vereinigten Staaten gewesen, hätte sich im imposanten Gillette-Stadium (68 756 Zuschauer Fassungsvermögen) das Duell seines vermeintlich neuen Arbeitgebers gegen David Beckhams Los Angeles Galaxy angeschaut. Heute wäre der BVB-Profi dann zum Fitnesstest gefahren und anschließend den Medienvertretern vorgestellt worden.

"Auf viel Geld verzichtet"

Doch so weit kam es erst gar nicht. Weil ein vor 14 Tagen erlittener Muskelfaserriss in der Wade nicht rechtzeitig ausheilte, Ricken den Medizin-Check bis zum Transferschluss der Liga am 15. August nicht absolvieren konnte – und die US-Verantwortlichen auf eben diesem zwingend bestanden. Der schon ausverhandelte Transfer, bei dem Borussia Dortmund keinen Cent Ablöse gefordert und Ricken laut Schramm „auf viel Geld verzichtet hätte“, platzte. Der US-Traum ist ausgeträumt.

"Respektvolle Lösung"

Folgerichtig ist Rickens alter Status auch der neue: Sein Vertrag in Dortmund läuft bis zum 30. Juni 2009 (dotiert mit ca. 950 000 Euro pro Jahr). Und sollte sich bis zur Schließung des Transferfensters am 30. August kein potenzieller neuer Arbeitgeber für ihn finden, werden abermals Gespräche zwischen ihm, Schramm und dem BVB geführt. In diesen soll auch eine künftige Beschäftigung Rickens innerhalb der Kommanditgesellschaft auf Aktien thematisiert werden.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc sagt: „Wir haben uns schon häufig ausgetauscht und wollen zu einer einvernehmlichen, respektvollen Lösung für beide Seiten kommen.“

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